Zweiter Infoabend zu Agrarumweltmaßnahmen im Landkreis Göttingen

Der Landschaftspflegeverband Landkreis Göttingen e.V. veranstaltet einen weiteren Informationsabend zu Agrarumweltmaßnahmen auf dem Acker und auf Grünland, die noch bis zum 15. Mai 2018 beantragt werden können, am

Dienstag, den 10. April 2018 ab 18.30 Uhr im Hotel Harzer Hof,

Harzstraße 79 in 37412 Scharzfeld

 

 18.30 Teil 1: AUM auf Acker, ab 20 Uhr Teil 2: AUM auf Grünland

 

Hintergrund ist, dass das niedersächsische Umweltministerium in diesem Jahr nochmals Finanzmittel für die naturschutzbezogenen Agrarumweltmaßnahmen (AUM-Nat) bereitgestellt hat und darüber hinaus für den Altkreis Osterode am Harz die zugrundeliegenden Förderkulissen erweitert werden konnten.

Im ersten Teil des Abends wird es um mögliche Maßnahmen auf dem Acker gehen, wie z.B. die Rotmilan-Maßnahme mit mehrjährigem Ackerfutterbau, Maßnahmen zum Ackerwildkrautschutz, Gewässerschutzstreifen und die Blühstreifenvarianten – auch in Kombination mit Greening-Maßnahmen.

Im zweiten Teil werden die verschiedenen Grünlandextensivierungs- und Biotoppflegemaßnahmen vorgestellt.

Neben den spezifischen Bewirtschaftungsbedingungen und den Antragsmodalitäten wird es auch naturschutzfachliche Hintergrundinfos sowie konkrete Tipps zur praktischen Umsetzung geben. Erfahrungen und Fragestellungen dürfen gerne mitgebracht werden!

 

Erfolgreicher Infoabend zu Agrarumweltmaßnahmen und Ehrung zweier Betriebe

Beim traditionellen Informationsabend des Landschaftspflegeverbandes Landkreis Göttingen e.V. (LPV)  haben sich vergangenen Donnerstag über 65 Landwirtinnen und Landwirte aus dem Landkreis über Agrarumweltmaßnahmen auf dem Acker informiert und ausgetauscht. Bis Mitte Mai 2018 können Maßnahmen noch beantragt werden. Agrarumweltmaßnahmen spielen nicht nur beim Schutz des Rotmilans eine bedeutende Rolle, auch viele weitere Tierarten profitieren von Maßnahmen, die ihnen Deckung und Nahrung bieten. Neben der Vorstellung zielgerichteter Maßnahmen, wie z.B. für den Rotmilan, ging es auch um die verschiedenen Blühstreifenvarianten. Ebenso wurden Antragsmodalitäten besprochen. Der LPV Göttingen ist einer der neun Praxispartner des Projekts Land zum Leben und steht interessierten Landwirtinnen und Landwirten vom Förderantrag bis zur Umsetzung ökologisch günstiger Kulturen begleitend zur Seite.

Auszeichnung für besonders rotmilanfreundliche Betriebe in Niedersachsen

Der Abend wurde auch genutzt, um zwei Göttinger Betriebe aufgrund ihrer bereits langjährigen und besonders rotmilanfreundlichen Landwirtschaft auszuzeichnen. Heinrich Klingelhöfer aus Groß Lengden sowie Heidi Bouws aus Scheden wurden aufgrund ihres großen Engagements für den Greifvogel mit einer Urkunde geehrt. „Wir sind stolz darauf, mit den Agrarumweltprogrammen etwas ganz Gutes zu leisten und erfreuen uns an unseren artenreichen Feldern“, betont Heidi Bouws. Der Biobetrieb mit Pferdezucht engagiert sich seit Jahren für die Belange des Naturschutzes und hat seine komplette Betriebsfläche den Agrarumweltmaßnahmen und damit dem Naturschutz gewidmet. Heinrich Klingelhöfer ist mit seinem konventionellen Ackerbaubetrieb immer offen für Naturschutzbelange. Er hat 2008 im Landkreis Göttingen als erster mit der speziellen AUM für den Rotmilan begonnen und ist maßgeblich an deren Entwicklung in Niedersachsen beteiligt. „Die Maßnahmen sind nicht nur gut für die Natur, auch wir Menschen können uns daran erfreuen“, erklärt er sein Engagement.

Im Landkreis Göttingen nehmen neben den beiden ausgezeichneten Betrieben über 200 weitere landwirtschaftliche Betriebe an Agrarumweltmaßnahmen auf dem Acker und auf dem Grünland teil. So werden auf insgesamt rund 3.800 Hektar Maßnahmen umgesetzt – das entspricht immerhin 5% der landwirtschaftlichen Nutzfläche im Landkreis.  „Damit nimmt der Landkreis eine Spitzenposition in ganz Niedersachsen ein“, betont Ute Grothey, „und somit gilt der Dank allen Betrieben, egal ob groß oder klein, die offen sind für Naturschutzbelange und aktiv mitmachen!“.

 

 

 

 

 

 

Infoabend zu Agrarumweltmaßnahmen im Landkreis Göttingen

Mit Blick auf die diesjährige Antragsphase für Agrarumweltmaßnahmen (AUM) bis Mitte Mai veranstaltet der Landschaftspflegeverband Landkreis Göttingen e.V. seinen traditionellen Informationsabend für Landwirte in diesem Jahr am

Donnerstag, den 22. März 2018 ab 19.30 Uhr im Landvolkhaus,

Götzenbreite 10 in Rosdorf


Um mehr Vielfalt in die Agrarlandschaften zu bringen, bietet das Land Niedersachsen eine ganze Palette von sogenannten Agrarumweltmaßnahmen an, an denen Landwirte freiwillig teilnehmen können. Mit seinen alljährlichen Informationsabenden will der Landschaftspflegeverband mehr Durchblick in den Förderdschungel bringen und begleitet die Landwirte auch bei der anschließenden Umsetzung.

Am kommenden Donnerstag werden regional bedeutsame AUM auf dem Acker, die auch in 2018 wieder neu beantragt werden können, ausführlich vorgestellt. Neben zielgerichteten Maßnahmen, wie z.B. für den Ackerwildkrautschutz oder den Rotmilan, wird es auch um die verschiedenen Blühstreifenvarianten gehen. Es wird nicht nur Informationen zu den Antragsmodalitäten und den Bewirtschaftungsbedingungen sondern auch zu den naturschutzfachlichen Hintergründen geben. „Erfahrungsgemäß hat jeder landwirtschaftliche Betrieb geeignete Flächen, die für solche Maßnahmen in Frage kommen – oft entscheidend ist das Gewusst-wie und dabei wollen wir die landwirtschaftlichen Betriebe gerne unterstützen“, erläutert Agraringenieurin Ute Grothey, die beim LPV maßgeblich für die Naturschutzberatung verantwortlich ist.

Der diesjährige Abend soll darüber hinaus genutzt werden, um zwei Göttinger Betriebe wegen ihrer bereits langjährigen und besonders rotmilanfreundlichen Landwirtschaft auszuzeichnen. Zusammen mit weiteren Landwirten aus Schleswig-Holstein, Thüringen und Sachsen werden diese beiden Betriebe aufgrund ihres großen Engagements für den Greifvogel mit einer Urkunde geehrt.

 

Ausgezeichnete Landwirtschaft!

Seit 2017 zeichnet das Projekt Rotmilan – Land zum Leben einmal pro Jahr Land- und Forstbetriebe, Waldeigentümer, Kommunen oder Landkreise aus, die sich mit besonderen Leistungen zum Schutz des Rotmilans einsetzen. Es werden Maßnahmen zur Verbesserung von Nahrungsangebot und -verfügbarkeit honoriert, die über das Greening hinaus gehen, aber auch Bemühungen  zum Schutz des störungsfreien Brutverlaufs und zur Verbesserung der Bruthabitate werden berücksichtigt.
Für 2017  fiel die Auswahl auf sechs Landwirtschaftsbetriebe und einen Forstbetrieb in fünf Bundesländern, herzlichen Glückwunsch!

Agrargenossenschaft Hohenroda eG, Sachsen: Leipziger Volkzeitung – Hohenrodaer Bauern ackern für den Rotmilan
Luzica – Milch und Rindfleisch GmbH, Sachsen: Lausitzer Rundschau – Mehr Land für den Rotmilan
Bio-Milchviehbetrieb Wolfgang Holz, Schleswig-Holstein
Revierförster Eckhard Kropla, Stadtwald Lübeck, Schleswig-Holstein
Bouws Hof – Dr. Heidi & Wilfried Bouws, Niedersachsen
Heinrich Klingelhöfer  LPV Göttingen, Niedersachsen
Landwirtschaftsbetrieb Fleischhauer, Thüringen

 

Ausgezeichneter Naturschutz: Rotmilan – Land zum Leben durch UN Dekade Biologische Vielfalt geehrt

Unser Projekt Rotmilan – Land zum Leben hat die begehrte Auszeichnung der UN-Dekade Biologische Vielfalt erhalten! Die Urkunde wurde am Montag durch Dr. Christiane Paulus vom Bundesumweltministerium den Projektträgern im Rahmen ihrer Rotmilan-Fachtagung überreicht.

Die Auszeichnung zum UN-Dekade-Projekt findet im Rahmen der Aktivitäten zur UN-Dekade Biologische Vielfalt statt, die von den Vereinten Nationen für den Zeitraum von 2011 bis 2020 ausgerufen wurde. Ziel der internationalen Dekade ist es, den weltweiten Rückgang der biologischen Vielfalt aufzuhalten. Dazu strebt die deutsche UN-Dekade eine Förderung des gesellschaftlichen Bewusstseins in Deutschland an. Die Auszeichnung nachahmenswerter Projekte soll dazu beitragen und die Menschen zum Mitmachen bewegen. Wir freuen uns sehr, dass das Projekt Rotmilan – Land zum Leben dazu gehört.

Das innovative Vorhaben greift dem eleganten Greifvogel, für den Deutschland eine besondere Verantwortung trägt, unter die Flügel. Mehr als die Hälfte aller Rotmilane weltweit brütet in Deutschland. Die Art bereitet Naturschützern jedoch Sorgen:  Seit den frühen 1990er Jahren verzeichnen sie einen Rückgang der Bestände. Das große Verbundprojekt setzt sich aus dem Deutschen Verband für Landschaftspflege, dem Dachverband Deutscher Avifaunisten, der Deutschen Wildtier Stiftung sowie neun Praxispartnern vor Ort in sieben Bundesländern zusammen.

Das Hauptproblem für den Rotmilan ist Nahrungsmangel. Er führt dazu, dass jährlich weniger Jungvögel ausfliegen, so dass die Population langfristig schrumpft. Das Nahrungsangebot wird infolge landwirtschaftlicher Intensivierung wie z.B. dem Einsatz von Nagergiften eingeschränkt. Die Erreichbarkeit der Nahrung verschlechtert sich durch den Anbau relativ weniger Kulturen, die schnell und sehr dicht aufwachsen und damit den Blick auf die Beute versperren. Insbesondere zur Brutzeit in den Monaten Mai und Juni, wenn die Elterntiere zwei bis drei Jungvögel großziehen müssen, ist das Futter daher knapp. Dazu kommt eine Reihe weiterer Probleme, bei denen offensichtlich Störungen während der Brutzeit sowie Kollisionen im Straßenverkehr, an Leitungen der Energieversorgung und mit Windenergieanlagen eine wesentliche Rolle spielen.

„Die Landnutzer sind der Schlüssel zum Erhalt des Rotmilans. Mit unseren Beratungen können wir sie dafür gewinnen, vielfältigere Kulturen anzubauen und die Felder rotmilanfreundlicher zu bewirtschaften. Der Anbau kleinkörniger Leguminosen wie Klee und Luzerne sowie die Anlage von Dauerbrachen sind gute Maßnahmen zur Verbesserung des Nahrungsangebotes und der Nahrungsverfügbarkeit“ so Uwe Lerch, fachlicher Koordinator des Projekts. In den Modellregionen werden daher Landwirte, Waldbesitzer, Kommunen und Landkreise zu rotmilanfreundlicher Landnutzung beraten. Seit Projektbeginn im Jahr 2013 wurden bereits über 1500 Beratungen durchgeführt und 224.000 Hektar kartiert, um brütende Rotmilane und deren Nachwuchs zu dokumentieren.

Wie genau die Rotmilane die für sie verbesserten Flächen nutzen, wird mit winzigen Datenloggern herausgefunden, die die eleganten Vielflieger als Rucksack tragen.

Neueste Ergebnisse aus dem Projekt Land zum Leben in DER FALKE

Regelmäßig berichtet DER FALKE über das Projekt Rotmilan – Land zum Leben, dessen Ziel es ist, das Nahrungsangebot für Rotmilane während der Brutzeit zu verbessern und bekannte Neststandorte vor Störungen zu schützen. Der Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) übernimmt die wissenschaftliche Arbeit und Evaluation im Projekt. Zahlreiche Wissenscha­ftlerinnen und Wissenscha­ftler sowie Fachleute aus Biologie und Naturschutz sind beteiligt, um die umfangreichen Untersuchungen in den Gebieten durchzuführen, damit folgende Fragen beantwortet werden können:

  • Unterscheidet sich das Nahrungsangebot auf Maßnahmenflächen von dem in der normalen Landschaft?
  • Suchen die Milane ihre Nahrung häufiger auf Maßnahmenflächen oder in der Umgebung?
  • Wie sieht das Nahrungsspektrum einzelner Rotmilane aus und reicht die Nahrung, um die Jungen satt zu kriegen?

 

In der aktuellen Ausgabe von DER FALKE sind die ersten Ergebnisse veröffentlicht:

Werden Sie Rotmilanpate

 

Die bisherigen Untersuchungen zur Nahrungsverfügbarkeit deuten darauf hin, dass
  • Vögel als potenzielle Rotmilanbeute auf den Maßnahmenflächen häufiger vorkamen als in der umgebenden Landscha­ft
  • Kleinsäuger auf Maßnahmen- und Kontrollflächen gleichermaßen häufig vorkamen
  • Rotmilane Flächen besonders während der Mahd nutzten, um dort die während der Bearbeitung getöteten Kleinsäuger aufzusammeln
  • Der Zeitpunkt der Mahd für die Nahrungsversorgung der Rotmilane von entscheidender Bedeutung ist

 

Die bisherigen Untersuchungen zur Habitatnutzung deuten darauf hin, dass
  • Kleinsäuger vor allem im Grünland, Vögel, Aas und Fleischreste vor allem in Siedlungen erbeutet wurden
  • Männchen und Weibchen eine kleinere Fläche nutzten, wenn dort ein höherer Anteil von Dörfern oder Grünland vorhanden war
  • Die besenderten Milane eine hohe und über die Jahre konstant bleibende Territorialität zeigten
  • Sowohl weibliche als auch männliche Rotmilane zur Nahrungssuche vor allem Grünland und Siedlungen nutzten, wobei mehr Männchen in die Siedlungen flogen als Weibchen

Milane mit Flügelmarken gesucht!

Flügelmarkierungen stellen heute eine wertvolle Methode dar, um Informationen zum Aufenthalt von Vögeln im Jahresverlauf zu gewinnen. Seit einigen Jahren werden in Deutschland Rot- und Schwarzmilane mit Flügelmarken markiert, die spannende Erkenntnisse vom Aufenthalt im Winter über die Rückkehr in die Brutgebiete bis zu Ansiedlungen in neue Gebieten erbracht haben. Voraussetzung für solche Ergebnisse sind möglichst zahlreiche Ablesungen und Meldungen gesichteter Vögel im Jahresverlauf. So wurden Ablesungen beringter Überwinterer beispielsweise bislang nur aus Spanien gemeldet.

Der Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) und der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL) rufen dazu auf, gesichtete Rot- und Schwarzmilane mit Flügelmarken zu melden. Gewünscht ist die vollständige Ablesung und Meldung der Flügelmarke sowie die Bezeichnung des Beobachtungsortes. Letzterer kann gerne mit geographischen Koordinaten angegeben werden, doch auch Angaben mit räumlichem Bezug (z.B. Pappelreihe westlich Cochstedt) sind ansonsten hilfreich.

Bitte melden Sie Ihre Beobachtungen direkt an den jeweiligen Beringer. Vergleichen Sie dazu die abgelesene Flügelmarke mit der Übersicht der Verwendung von Flügelmarken an Rot- und Schwarzmilanen in Deutschland und ermitteln Sie so das Projekt, in dem der Vogel markiert wurde. Nachfolgend die Kontaktdaten der Ornithologen, die aktuell Rotmilane mit Flügelmarken markieren, sortiert nach den in der Übersicht genannten Regionen:


 
Region 1: Thomas Pfeiffer (thpfeiffer@gmx.net)

Region 2: Prof. Dr. Michael Stubbe (stubbe@zoologie.uni-halle.de)

Region 3: Christian Gelpke (panamagelpke@yahoo.de)

Region 4: Prof. Dr. Oliver Krüger (oliver.krueger@uni-bielefeld.de)

Region 5: Marika Schuchardt (m.schuchardt@lse-sternberg.de)

Region 6: Dr. Winfried Nachtigall (winfried.nachtigall@vogelschutzwarte-neschwitz.de)

Region 7: Robert Schönbrodt (grschoenbrodt@googlemail.com)

Rotmilane kehren ins Bergische Land zurück

Kölnische Rundschau: Oberberg / Wipperfürth, 24.03.2017.

Pünktlich zum Frühlingsbeginn sind die meisten Rotmilane aus ihren Winterquartieren in Spanien und Südfrankreich zurückgekehrt, um bei uns in die Brutsaison zu starten. Auch im Bergischen Land haben unsere Projektpartner Florian Schöllnhammer und Frank Herhaus bereits alte Bekannte gesehen und bitten um die Meldung von Rotmilansichtungen in der Region. 

Im Rahmen des Projekts Rotmilan – Land zum Leben erfassen sie den Bestand und kontrollieren den Bruterfolg in Wipperfürth, Lindlar und Kürten. Man vermutet, dass an Wupper, Sülz und Lennefe weit mehr Rotmilane leben als bislang geschätzt. Das Bergische Land biete dem Rotmilan einen hervorragenden Lebensraum: Kleine Wäldchen, viele offene Weiden und wenig Verkehr sind ideale Brut- und Jagdgebiete.

Kontakt:
Hinweise auf Nistplätze und Vorkommen von Rotmilanen in der Region nimmt Florian Schöllnhammer von der Biologischen Station Oberberg unter der Telefonnummer 0151-70417589 entgegen.

 

Volles Haus beim Tag des Rotmilans in der Auwaldstation Leipzig

Der Saal war brechend voll, als Land zum Leben-Projektmitarbeiter Peter Solluntsch  den Rotmilan und all seine Besonderheiten in einem ca. 45-minütigen Vortrag präsentierte. Danach gab es den preisgekrönten Film „Im Jahr des Rotmilans“ zu bewundern. Der Thementag der Auwaldstation, der von unserer Wanderausstellung begleitet wurde, war ein voller Erfolg, worüber wir uns sehr freuen. Den Abschlus bildetet eine Exkursion in Freie, Ferngläser zur Leihe lagen bereit.

 

Der „Rote Drache“ in der Auwaldstation Leipzig: Infotag rund um den Rotmilan

Am Sonntag, den 12. März ab 14 Uhr steigt in der Auwaldstation Leipzig der „Rote Drache“ auf: Ein Infotag rund um den Rotmilan.
Folgende Highlights erwarten die Besucher: Führung durch die Rotmilan-Ausstellung, Bastelangebot für Kinder, Vortrag und Filmvorführung unseres Projektmitarbeiters und Rotmilan-Experten Peter Solluntsch vom Landschaftspflegeverband Nordwestsachsen und eine anschließende Exkursion.

Der Ort:
Auwaldstation Leipzig
Schlossweg 11
04159 Leipzig
www.auwaldstation.de

Viel Spaß beim Entdecken des „Roten Drachen“

Rotmilane bei der Rast © Christian Gelpke

Rotmilanvortrag von Thomas Pfeiffer am 22.2.17 in Bürgel (Thüringen)

Bürgel/Weimar. Auf Einladung des Vereins der Vogelzüchter und -liebhaber Bürgel referiert unser Projektmitarbeiter Thomas Pfeiffer aus Weimar heute Abend um 19 Uhr im Rathaussaal Bürgel über den Rotmilan.

Es geht um die Raumnutzung von Rotmilanen in Thüringen. Anhand GPS-telemetrischer Untersuchungen kann herausgefunden werden, in welchen Gebieten die besenderten Rotmilane unterwegs sind. Etwa 90 Minuten wird Pfeiffer über seine Forschungsergebnisse sprechen. Danach ist Zeit, um Fragen zu stellen, sich zu unterhalten und auszutauschen.

Lesen Sie hier hier ein kleines Interview mit Thomas Pfeiffer in der Ostthüringer Zeitung.

Land zum Leben im Jahresbericht 2016 „Zur biologischen Vielfalt – Jagd und Artenschutz“

Das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume in Schleswig-Holstein veröffentlicht seit 20 Jahren Themen aus den Bereichen Jagd und Artenschutz in seinem jährlichen Bericht „Zur biologischen Vielfalt – Jagd und Artenschutz“.

Im Jahresbericht 2016 wird das Projekt Rotmilan – Land zum Leben ausführlich erwähnt, insbesondere die Ergebnisse aus der Praxisregion aus Schleswig-Holstein. In den Kreisen Herzogtum, Lauenburg, Stormarn und Segeberg werden Flächeneigentümer von Christoph Gasse zu einer Landbewirtschaftung beraten, die dem Rotmilan bessere Nahrungsbedingungen schafft.

Die von der Kurt und Erika Schrobach-Stiftung und der Artenagentur des Deutschen Verbandes für Landschaftspflege (DVL) entwickelte Kleegrasbewirtschaftung wurde von Landwirten auch im vergangenen Jahr wieder nachgefragt. Neben der Kleegrasmischung wird auch zu Agrarumweltmaßnahmen des Landes beraten. Der Rotmilan profitiert besonders von den Maßnahmen „Kleinteiligkeit im Ackerbau“ und der „Milanvariante“ der Agrarumweltmaßnahme „Ackerlebensräume“ – beide wurden in 2016 häufig umgesetzt.

Für 13 weitere Flächen konnten seit Mitte 2015 wieder Verträge abgeschlossen werden, 43 Vertragsflächen sind es insgesamt seit Projektbeginn. Der Großteil dieser Flächen gehört zu ökologisch wirtschaftenden Betrieben, der Flächenanteil konventionell wirtschaftender Betriebe hat im Projektverlauf jedoch zugenommen.

Die Ornithologische Arbeitsgemeinschaft für Schleswig-Holstein und Hamburg ist für die Brutbestandserfassung und der Bruterfolgskontrolle auf einer Untersuchungsfläche innerhalb des Projektgebietes zuständig. Bis Ende April wurden im letzten Jahr Waldgebiete und Feldgehölze auf mögliche Neststandorte hin abgesucht und bereits Mitte März nestbauende Rotmilane entdeckt. Eine regelmäßige Kontrolle des Untersuchungsgebietes ist nötig, damit alle anwesenden Brutpaare sicher identifiziert werden können. Als Brutbäume wurden Laubbäume, insbesondere Eichen und Buchen bevorzugt. Der Bruterfolg wurde jeweils Mitte Juni durch Erklettern der Nestbäume kontrolliert. Der Baumbesteiger Thomas Grünkorn zählte bei den erfolgreichen Bruten die Anzahl der geschlüpften Küken und eventuell verbliebene Eier.

Die Ergebnisse zu Brutbestand und Bruterfolg fließen in die bundesweite Bewertung ein, für die der Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) im Projekt zuständig ist. Die derzeitige Bestandszahl von Rotmilanen in Schleswig-Holstein liegt bei 130 Brutpaaren.

Zwei Jungvögel im Nest © Christian Gelpke

1. Land zum Leben-Expertentagung in Weimar

Hamburg/Weimar, 8.12.16. Rotmilane brauchen mehr Unterstützung – das ist die Botschaft einer Tagung von rund 40 Greifvogelexperten und Artenschützern, die gestern in Weimar stattgefunden hat. Der Deutsche Verband für Landschaftspflege e.V. (DVL) hatte im Rahmen des Projektes Rotmilan – Land zum Leben in die Kulturstadt geladen. Vertreter aus verschiedenen Rotmilan-Projekten in Deutschland stellten ihre Arbeit vor. Besonders in Deutschland sind die Vogelschützer gefordert, denn mehr als die Hälfte aller Rotmilane brütet hier. Doch der Bestand nimmt ab und die Experten sind sich einig: Der Hauptgrund für den Rückgang des Greifvogels liegt im Wandel der Agrarlandschaften. Allein Getreide und Raps machen jährlich zwei Drittel der Gesamt-Ackerfläche in Deutschland aus. Besonders zur Zeit der Jungenaufzucht im Mai und Juni kann auf diesen Flächen keine Nahrung gefunden werden, da die Kulturen zu dicht stehen. Dies hat spürbar negative Folgen für den Nachwuchs der Art. Mit gezielten Maßnahmen aber lässt sich die Landschaft rotmilanfreundlicher gestalten.

Das Projekt Rotmilan – Land zum Leben setzt auf enge Zusammenarbeit mit den Landnutzern und berät sie in neun Regionen in sieben Bundesländern zur Umsetzung dieser Maßnahmen. Erste Erkenntnisse aus dem Projekt präsentierte Uwe Lerch vom DVL. Infolge der Beratung konnten die Störungen während der Brutzeit in den Waldgebieten deutlich reduziert und Fällungen von Nestbäumen vermieden werden. Auch in der Landwirtschaft trägt die Kooperation zunehmend Früchte. Lerch: „Die Bereitschaft zur Umsetzung von „rotmilanfreundlichen“ Agrarumweltmaßnahmen und Greening ist da, aber viele Maßnahmen sind noch verbesserungswürdig! Wesentliche Programmänderungen während einer laufenden Förderperiode wie die zeitweise Aussetzung der Förderung einzelner Maßnahmen oder die kurzfristige Kürzung von Geldleistungen unmittelbar vor Antragstellung zerstören das Vertrauen der Landnutzer und sind daher völlig unakzeptabel. Grundsätzlich müssen die Programme der Länder ausreichend finanziell ausgestattet und möglichst unbürokratisch gestaltet sein.“

Um die Bedürfnisse der Art zu erforschen und Schutzmaßnahmen zu überprüfen, setzen die Spezialisten auf modernste Technik: Sprichwörtlich federleichte GPS-Logger sammeln jahrelang Flugdaten der Vögel und lassen so erkennen, in welchen Kulturen besonders gut Beute gejagt werden kann. Thomas Pfeiffer aus Weimar konnte anhand der Daten nachweisen, dass Rotmilane immer wieder Grenzstrukturen wie Feldhecken, Feldwege und Ackerränder zur Nahrungssuche zielgerichtet absuchen. Auf deren Bedeutung wies auch Maik Sommerhage vom NABU Hessen hin. Jakob Katzenberger vom Dachverband Deutscher Avifaunisten ergänzt, dass Grünland von den Vögeln viel intensiver genutzt wird als Ackerkulturen, da sie aufgrund der dicht stehenden Kulturen kaum Nahrung finden. Dr. Eckard Gottschalk und seine Studenten von der Universität Göttingen untersuchen mithilfe von Nestkameras die Nahrungszusammensetzung und erforschen Einflüsse auf den Bruterfolg der Rotmilane. Sie nutzen ein breites Beutespektrum und profitieren daher von einer abwechslungsreichen Landschaft.
Dass die Jungvögel mit immer weniger Körpergewicht ins Leben starten, bestätigen auch die Daten von Thomas Pfeiffer. Seit 28 Jahren wiegt er Jungvögel bei der Beringung. „Der Nachwuchs ist in diesem Zeitraum um ca. 10 % leichter geworden und hat dadurch im ersten Lebensjahr geringere Überlebenschancen“, so Pfeiffer.

Uwe Lerch: „Aufgrund des kleinen Verbreitungsgebietes des Rotmilans kommen effiziente Schutzmaßnahmen in Deutschland direkt der gesamten Weltpopulation zugute“. Ein guter Grund, die Kooperation der Fachleute zu verstärken. Daher wollen sich die Experten von nun an jährlich treffen, um neueste Projekt- und Forschungsergebnisse auszutauschen.


Rotmilan-Wanderausstellung in der Wasserburg Kapellendorf

Kapellendorf – Letzte Woche wurde die Rotmilan-Wanderausstellung feierlich in der Wasserburg Kapellendorf eröffnet. Während sich die Rotmilane nun größtenteils im Winterquartier befinden, kann man in der größten Burg Thüringens Spannendes rund um Deutschlands heimlichen Wappenvogel erfahren. Die Rotmilan-Wanderausstellung ist mit vielen 3D-Objekten ausgestattet und vermittelt Wissen auf interaktive Art und Weise. Sie richtet sich an die naturinteressierte Bevölkerung und ist daher sowohl für Familien und Naturfreunde als auch für Fachleute gleichermaßen interessant.

Die Wasserburg Kapellendorf liegt mitten in der gleichnamigen Gemeinde, die sich wiederum im Zentrum des Städtedreiecks Jena – Weimar – Apolda befindet. Sie wird als als Museum und Veranstaltungsort genutzt. Die Rotmilan-Wanderausstellung kann noch bis Februar 2017 besucht werden. Der Eintritt ist frei und eine Voranmeldung für Gruppen ist nur gewünscht, wenn diese eine Führung durch die Ausstellung möchten.

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 10 Uhr bis 12 Uhr und 13 Uhr bis 17 Uhr

Wasserburg Kapellendorf
Am Burgplatz 1
99510 Kapellendorf
Tel.: 036425-22485
Fax: 036425-22485
Mail: wasserburg-kapellendorf@gmx.de

Ansprechpartnerin ist die Kuratorin und Schlossverwalterin Frau Marie Petermann.

Foto: Sascha Margon


Neue Brutbäume für den Rotmilan

Großneuhausen – Der Landschaftspflegeverband Mittelthüringen hat in Großneuhausen Pappeln, Eichen und Linden gepflanzt und damit langfristig bessere Brutbedingungen für Rotmilane geschaffen. Die Greifvögel bauen ihre Nester gern in Baumreihen, um von dort aus leichter in ihre Nahrungsgebiete zu gelangen.
Wie Bürgermeister Torsten Köther informiert, sind in der vergangenen Woche entlang der Lossa, an der Landstraße zwischen Klein- und Großneuhausen sowie am Bachaer Weg insgesamt 41 Bäume in die Erde gekommen. Annemarie Bauer vom Landschaftspflegeverband Mittelthüringen e.V. und Bürgermeister Torsten Köther beraten über weitere geeignete Standorte in Großneuhausen, denn die Gemeinde will 2017 noch mehr Bäume pflanzen.
Lesen Sie hier den gesamten Artikel.

 

Foto: Annett Kletzke

Thüringer Allgemeine: Blühstreifen für den Rotmilan

Die Agrargenossenschaft Rottdorf unterstützt den Rotmilan mit der Anlage von Blühstreifen und dient in unserem Projektgebiet Mittelthüringen als Vorzeigebetrieb. Zusammen mit Dietmar Pfeiffer, dem Geschäftsführer der Genossenschaft, haben Jana Apel und Annemarie Bauer vom Landschaftspflegeverband Mittelthüringen e.V. Infotafeln an den Feldern aufgestellt, die den Sinn der Blühstreifen erklären.
 
Die Thüringer Allgemeine berichtete in einem Artikel darüber:
 
 

Thüringer Allgemeine: Blühstreifen für den Rotmilan

Thüringer Allgemeine: Blühstreifen für den Rotmilan

In Oberberg werden Nistplätze des Rotmilans erfasst

Wipperfürth/Oberberg –

Kleine Wälder, viele Weiden, wenig Verkehr. Die Landschaft oberhalb von Wipperfürth ist ein ideales Jagdrevier für den Rotmilan. Florian Schöllnhammer ist seinerseits auf der Jagd nach dem seltenen Greifvogel: Mit dem Fernglas sucht er den Waldrand bei Finklenburg nach Nestern des Rotmilans ab, der auch als heimlicher Wappenvogel Deutschlands gilt. Denn: „Rund die Hälfte der europäischen Rotmilan-Population nistet in der Bundesrepublik“, erklärt Florian Schöllnhammer.
 
Waldbesitzer können helfen

Schöllnhammer ist Mitarbeiter der Biologischen Stationen Rhein-Berg und Oberberg, die an dem bundesweiten Projekt „Rotmilan, Land zum Leben“ teilnehmen. Mit dem Projekt soll der Lebensraum des vom Aussterben bedrohten Vogels erforscht werden. Die Mitarbeiter dokumentieren die Nester und die Bruterfolge. Ziel des Projekts ist es, mit den Ergebnissen den Rotmilan gezielt zu schützen.
 
Zum Originalbeitrag

© fotolia / Dalia & Giedrius

Land zum Leben veröffentlicht Praxisratgeber für die Landwirtschaft

Sorgenkind Rotmilan – Das Schutzprojekt Rotmilan-Land zum Leben veröffentlicht einen Praxisratgeber zur Beratung landwirtschaftlicher Betriebe. Sichtbar wird, dass einige Bundesländer den Rotmilan aktiv schützen, während andere dies unterlassen.
 
Seit den 1990er Jahren gehen die Rotmilan-Bestände dort zurück, wo sich die Ackernutzung intensiviert hat. Denn wenn Pflanzen dicht stehen, kann ein über dem Acker kreisender Greifvogel seine Nahrung, zum Beispiel Mäuse, nicht mehr sehen. Wird die Ackernutzung umgestellt, beispielsweise Luzerne angebaut und bewirtschaftet, kann der Rotmilan besser Nahrung finden und seine Jungvögel aufziehen. Auch mit der Anlage von Blühstreifen entsteht mehr Vielfalt auf dem Acker, die für den bedrohten Greifvogel wichtig ist.
 
Um die Nahrungsflächen für den Rotmilan zu optimieren, wird das Schutzprojekt Rotmilan-Land zum Leben im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert. Der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL), der Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) und die Deutsche Wildtier Stiftung arbeiten mit Praxispartnern zusammen, die die Landnutzenden vor Ort zu rotmilanfreundlicher Landwirtschaft beraten. Im Praxisratgeber Landwirtschaft listen sie nun für die einzelnen Bundesländer die Agrarumweltmaßnahmen zum Schutz des Rotmilans auf, die Artenschutz und praktische Landwirtschaft kombinieren.
 
Solche Maßnahmen bedeuten häufig Mehraufwand. Landwirtinnen und Landwirte werden sie daher nur dann umsetzen, wenn dieser Aufwand honoriert wird. Deshalb benennt der Ratgeber, welche Ausgleichszahlungen die Landnutzenden dafür in den einzelnen Bundesländern erhalten. Forstbewirtschafterinnen und –bewirtschafter erfahren darin, wie man brütende Rotmilane mit einfachen Mitteln am Nest schützt, denn es kommt auf jeden Jungvogel an.
 
Für die Gestaltung der Agrarumweltmaßnahmen sind die Bundesländer zuständig. Der Praxisratgeber zeigt deutlich, dass trotz der großen Verantwortung nicht alle Bundesländer geeignete Maßnahmen anbieten. Brandenburg beispielsweise ist mit seinen fast 1900 Brutpaaren eines der wichtigsten Länder für den Rotmilan. Trotzdem bietet es im Rahmen der Agrar-Umweltprogramme keine einzige Maßnahme für eine rotmilanfreundliche Bewirtschaftung auf Ackerland an.
 
Thüringen, Sachsen und Niedersachsen unterstützen den Rotmilan-Schutz seit vielen Jahren mit wirksamen Maßnahmen. Schleswig-Holstein hat sogar ein Schutzprogramm speziell für das Projekt „Rotmilan – Land zum Leben“ initiiert. So ein Engagement ist notwendig, um die Bestände des Rotmilans in Deutschland dauerhaft zu sichern. „Damit sich Landwirte für Maßnahmen zum Schutz der Artenvielfalt entscheiden und in diese investieren, brauchen sie die Sicherheit, dass die gewählten Agrarumweltmaßnahmen auch langfristig bestehen. Nur so kann das nötige Vertrauen der Landwirtschaft in den Naturschutz entstehen“, erklärt Bernd Blümlein, stellvertrender Geschäftsführer des Deutschen Verbands für Landschaftspflege. Der DVL, der DDA und die Deutsche Wildtier Stiftung setzen sich daher für einen Dialog mit den Bundesländern ein, damit wirksame und langfristig ausgerichtete Programme für den Schutz des Rotmilans entwickelt werden.
 
Der Praxisratgeber Landwirtschaft steht hier zum Download bereit.
 
 
 
(Foto: © fotolia / Dalia & Giedrius)

Abwechslungsreiche Landschaft © Christian Gelpke

Land zum Leben in Niedersachsen!

Die Agrarumweltmaßnahme AUM „BS6 – Mehrjährige Schonstreifen für den Rotmilan“ wird in Niedersachsen wieder angeboten. Stichtag für den Antrag für 2017 ist der 17. Mai. Für „Land zum Leben“- Projektmitarbeiterin Ute Grothey ist das Programm eine Erfolgsgeschichte. Sie ist Projektleiterin beim Landschaftspflegeverband Göttingen (LVP) und dort unter anderem zuständig für die Beratung der Landwirte. Der Landkreis Göttingen ist also nicht umsonst ein Schwerpunkt für das bei Landwirten beliebte Agrarumweltprogramm. Mehr dazu hier.

Göttinger Tageblatt über Infoabend des Landschaftspflegeverbandes zu Agrarumweltmaßnahmen

Anfang April informierte Ute Grothey vom Landschaftspflegeverband Göttingen rund 50 Landwirte über Agrarumweltmaßnahmen auf dem Acker. Dabei stellte sie Neuerungen, Antragsmodalitäten, Fördersätze und Blühstreifen-Varianten vor.

Durch Schon- und Blühflächen soll das Nahrungsangebot des Rotmilans verbessert werden, doch im vergangenen Jahr hatte es erhebliche Irritationen darüber gegeben, ob durch die Anlage mehrjähriger Blüh- und Schonflächen für den Rotmilan der Ackerstatus von Flächen verloren geht. Ein Drittel der Anträge für 700 Hektar Fläche seien wieder zurückgezogen worden, berichtete Grothey. Jetzt stelle eine aktuelle Auslegung der EU-Kommission sicher, dass Vertragsnaturschutzäcker kein Dauergrünland werden und den Status vor der Maßnahme behalten.

Laut Grothey gebe es bei den Landwirten im Landkreis Göttingen eine hohe Bereitschaft, sich an Schutzmaßnahmen für den Rotmilan zu beteiligen.

Lesen Sie hier den gesamten Artikel.