Arbeit in den Projektregionen

Naturschutzfachliche Beratung

Kern des Projektes ist die naturschutzfachliche Beratung und intensive Zusammenarbeit mit Landnutzenden. In neun Modellregionen in sieben Bundesländern beraten die Praxispartner vor Ort landwirtschaftliche Betriebe zu praktischen Maßnahmen, deren Umsetzung die Agrarlandschaft rotmilanfreundlicher gestaltet.

Schwerpunktmaßnahmen sind die Verbesserung des Nahrungsangebots und Nahrungsverfügbarkeit, Nestbaumschutz und die Verbesserung des Bruthabitats. Die Maßnahmen werden in erster Linie auf Grundlage der in den Ländern förderfähigen Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen (AUKM) und des Greenings umgesetzt. Die Beraterinnen und Berater können in direktem Gespräch mit den Landnutzern auf unbürokratische und effiziente Weise die Maßnahmen besprechen und empfehlen, die für den jeweiligen Betrieb und die Zielarten wie dem Rotmilan relevant sind. Kontinuität ist wichtig, um den Betrieb und seine Personen kennen zu lernen und um die Basis für eine langjährige Zusammenarbeit aufzubauen. Im Idealfall entsteht zwischen Landnutzenden und Beratenden ein Vertrauensverhältnis, denn jeder Betrieb ist anders und hat individuelle Bedürfnisse, die es zu beachten gilt. Nur mit guten Kenntnissen des Betriebes können Naturschutzmaßnahmen für beide Seiten effizient gestaltet werden. Ein solches Vertrauensverhältnis aufzubauen und den Betrieb und seine Menschen kennen zu lernen, dauert seine Zeit.

Welche Maßnahmen aus dem jeweiligen Programm sind für diesen Betrieb sinnvoll? Welche ökonomischen Folgen haben diese Maßnahmen? Wie lassen sich die Maßnahmen sinnvoll in die Betriebsabläufe integrieren? Welche Auflagen müssen die Landnutzenden beachten? Die Naturschutzberatung ist deshalb eine sehr anspruchsvolle Aufgabe.

Die persönliche Beratung und die vertrauensvolle Kooperation zwischen Beratenden und Landnutzenden erzielen die besten Erfolge für den Naturschutz in der Agrarlandschaft. © C. Mühlhausen

Erfassung des Brutbestands

In den Projektregionen werden die lokalen Bestandszahlen des Rotmilans von den Partnern vor Ort genau überwacht, um Aussagen über Entwicklungen und örtliche Problemstellungen treffen zu können. Nestschutz, Beringung und Besenderung sowie Prädatorenabwehr sind nur einige der zusätzlichen Aktivitäten der Praxispartner.

Mithilfe mobiler GPS Geräte können die Daten umgehend in ein Web-GIS übertragen und bearbeitet werden.

Karte und Fernglas sind unverzichtbare Werkzeuge bei der Feldarbeit.