Ackern für den Rotmilan

Hier stellen wir engagierte Landwirtinnen und Landwirte vor, die mit rotmilanfreundlicher Landnutzung zum Ziel des Projekts beitragen. Die Unterstützung durch die Landwirtschaft ist entscheidend, denn der Greifvogel ist auf die genutzte Landschaft als Nahrungsflächen angewiesen. Die Beratung von Landnutzern zu Maßnahmen, die seinen Lebensraum verbessern, ist Kernaufgabe des Projekts Rotmilan – Land zum Leben. Unsere Praxispartner stehen Ihnen in den Regionen als Ansprechpartner für alle inhaltlichen Fragen zur naturschutzfachlichen Beratung und die Umsetzung praktischer Maßnahmen zur Verfügung.

Ausgezeichnete Landwirtschaft

Einmal pro Jahr werden Land- und Forstbetriebe, Waldeigentümer, Kommunen oder Landkreise, die sich mit besonderen Leistungen zum Schutz des Rotmilans einsetzen, vom Projekt Rotmilan – Land zum Leben ausgezeichnet.

So werden Maßnahmen zur Verbesserung von Nahrungsangebot und -verfügbarkeit honoriert, die über das Greening hinaus gehen, aber auch Bemühungen  zum Schutz des störungsfreien Brutverlaufs und zur Verbesserung der Bruthabitate  werden anerkannt. Dabei werden räumliche und zeitliche Faktoren mit berücksichtigt.

2017

In vier Bundesländern wurden sechs Landwirtschaftsbetriebe und ein Forstbetrieb mit einer Urkunde ausgezeichnet:

Agrargenossenschaft Hohenroda eG, Nordwestsachsen

Die Agrargenossenschaft Hohenroda baut gezielt Luzerne als Grünfutter an, die viertwichtigste Kultur des Betriebes. Im Anbau wird komplett auf Pflanzenschutzmittel verzichtet. Naturschutz gilt als fester Bestandteil der Unternehmensphilosophie, daher setzt die AG Hohenroda seit Jahren strukturverbessernde Maßnahmen um, indem sie Baum-Strauch-Hecken anlegt. Ein innovativer Ansatz des Betriebes ist eine eigene Milchtankstelle.

Presse:
Bauernzeitung – Auszeichnung als „rotmilanfreundlicher Betrieb“ (23.4.2018)
Leipziger Volkzeitung – Hohenrodaer Bauern ackern für den Rotmilan (28.1.2018)

Luzica – Milch und Rindfleisch GmbH, Ostsachsen

Die Luzica – Milch und Rindfleisch GmbH zeichnet sich durch eine naturschutzorientierte Betriebsführung aus und setzt eine Reihe von Agrarumweltmaßnahmen um. Im Fokus steht der Luzerneanbau, aber auch ein angepasstes Mahdregime und einjährige Brachen werden zugunsten des Rotmilans umsetzt.  Der Betrieb engagiert sich an Aktionen, wie z.B. dem Luzernetag in Ostsachsen und bietet Feldbegehungen an.

Presse:
Lausitzer Rundschau – Mehr Land für den Rotmilan (15.2.2018)

Bio-Milchviehbetrieb Wolfgang Holz, Schleswig-Holstein

Der Betrieb hat sich gleich zu Beginn an der Pilotmaßnahme des Landes „Etablierung angepasster bewirtschafteter Kleegrasflächen zur Verbesserung des Nahrungsangebotes für den Rotmilan“ mit Flächen beteiligt und weitere Agrarumweltmaßnahmen umgesetzt, die dem Rotmilan zu Gute kommen. Die Familie Holz bewirtschaftet mit drei Generationen im Nebenerwerb ihre Flächen immer unter dem Motto „Mit der Natur und für die Natur wirtschaften.“

Presse:
Herzogtum direkt – Betrieb Wolfgang Holz für Engagement für den Rotmilan geehrt (13.6.2018)
Lübecker Nachrichten Online – Koberger Betrieb hilft Rotmilanen (13.6.2018)

Revierförster Eckhard Kropla, Stadtwald Lübeck, Schleswig-Holstein

Revierförster Eckhard Kropla hat sich mit gezielten Kontrollen in seinem Revier um die Rotmilanvorkommen gekümmert. Das Bewirtschaftungskonzept folgt der naturnahen Waldnutzung, das „eine umfassende und zuverlässige Daseinsvorsorge für Pflanzen, Tiere und Menschen bewirken soll“. Als Multiplikator hat er im Umgang mit Mitarbeitern, Jagdpächtern und Holzwerbern einen positiven Einfluss zugunsten des Rotmilanschutzes.

Bouws Hof – Dr. Heidi & Wilfried Bouws, Niedersachsen

Der Biobetrieb mit Pferdezucht engagiert sich seit Jahren für die Belange des Naturschutzes und hat seine komplette Betriebsfläche den Agrarumweltmaßnahmen und damit dem Naturschutz gewidmet. Die Maßnahmen sind vorbildhaft im Betriebskonzept integriert. Dr. Heidi und Wilfried Bouws erzeugen Qualitätsheu aus mehrjährigem Feldfutter und sind damit ein gutes Vorbild für andere Pferdehalter in der Region. Sie bieten Hofbesuche und Führungen für Kindergärten an und sind bereit, anderen Berufskollegen bei Feldbegehungen Maßnahmen zu zeigen und von ihren Erfahrungen zu berichten.

Die Urkunde wurde im Rahmen des jährlichen Infoabends zu Agrarumweltmaßnahmen des Landschaftspflegeverbandes Landkreis Göttingen feierlich übergeben: Laudatio

Presse:
HNA Mündener Allgemeine – Ihr Einsatz hilft dem Milan (11.4.2018)
LAND & Forst 15/2018 – Landwirte setzen sich erfolgreich für den seltenen Rotmilan ein (12.4.2018)
HarzKurier – Ackerbau und Naturschutz (Online Kommentar 11.April 2018)
HarzKurier – Ackerland als Lebensraum für wilde Tiere (12.April 2018)

Heinrich Klingelhöfer, Niedersachsen

Heinrich Klingelhöfer ist mit seinem konventionellen Ackerbaubetrieb immer offen für Naturschutzbelange. Er hat 2008 im Landkreis Göttingen als erster mit der Rotmilanmaßnahme begonnen und ist maßgeblich an deren Entwicklung in Niedersachsen beteiligt (Erprobung von Luzerneanbau). Er bietet regelmäßige Feld- und Hof-Begehungen an, auch für Schulklassen. Im Bereich der konventionellen Ackerbaubetriebe besitzt Heinrich Klingelhöfer eine große Multiplikatorenwirkung.

Die Urkunde wurde im Rahmen des jährlichen Infoabends zu Agrarumweltmaßnahmen des Landschaftspflegeverbandes Landkreis Göttingen feierlich übergeben: Laudatio

Presse:
HNA Mündener Allgemeine – Ihr Einsatz hilft dem Milan (11.4.2018)
LAND & Forst 15/2018 – Landwirte setzen sich erfolgreich für den seltenen Rotmilan ein (12.4.2018) HarzKurier – Ackerbau und Naturschutz (Online Kommentar 11.April 2018)
HarzKurier – Ackerland als Lebensraum für wilde Tiere (12.April 2018)

Landwirtschaftsbetrieb Fleischhauer, Thüringen

Der Landwirtschaftsbetrieb Fleischhauer ist einer der wenigen Betriebe in Thüringen, der sich an der Agrarumweltmaßnahme zum Rotmilanschutz im Bundesland mit Flächen beteiligt und darüber hinaus freiwillige Maßnahmen zum Schutz des Greifvogels umsetzt.