Sichere Kinderstube für Deutschlands heimlichen Wappenvogel – Jetzt Ratgeber downloaden

Die Brutzeit beginnt- Wenig Einschränkungen der Forstwirtschaft

Deutschland ist Rotmilanland. Nirgendwo auf der Erde leben mehr Rotmilane als bei uns. Aus diesem Grund hat Deutschland für den Schutz der eleganten Greifvögel eine besonders hohe Verantwortung, denn der Bestand nimmt seit Anfang der 1990er Jahre stetig ab. Für den Erhalt der Art ist entscheidend, dass möglichst viele Brutpaare erfolgreich Jungvögel großziehen können. Und die Brutzeit beginnt dieser Tage!

Aus diesem Grund konzentriert sich das nationale Schutzprojekt Land zum Leben– gefördert mit Mitteln des Bundesumweltministeriums- besonders auch auf den Schutz brütender Rotmilane. Wie alle Vögel brüten auch Rotmilane am liebsten ungestört. Fast immer bauen sie ihre Nester am Rand von Wäldern und Gehölzen. Obwohl sie nicht übermäßig sensibel sind, gilt für Landnutzer sowie Försterinnen und Förster: Im Frühjahr bitte auf Greifvogelhorste achten, denn ein aufgegebenes Nest mit Jungvögeln ist für die bedrohten Tiere eine Katastrophe. Aus diesem Grund ist auch die Gesetzeslage eindeutig: es ist verboten, Rotmilane und andere Greifvögel während der Brutzeit zu stören oder Nester zu beschädigen oder zu entfernen (§ 44 Bundesnaturschutzgesetz).

Die gute Nachricht: Um als Förster oder Landwirt alles richtig zu machen, braucht es nicht viel. Eine Nestschutzzone in der Zeit von März bis Juli ist schnell und unkompliziert eingerichtet. Man muss nur wissen, wo die Vögel brüten. Der neue Ratgeber Nestschutz des Projektes Land zum Leben erklärt schnell und übersichtlich, wie es geht.

Den Ratgeber können Sie hier downloaden oder kostenlos bestellen: Einfach eine Email an info@rotmilan.org

Biologische Station nimmt an bundesweitem Projekt teil

Kölner Stadt-Anzeiger über die Arbeit der Biostation Rhein-Berg / Oberberg

Unsere Projektpartner von der Biologischen Station Rhein-Berg und Oberberg arbeiten eng mit den Waldbesitzern vor Ort zusammen, um diese für den Schutz des Rotmilans zu sensibilisieren. Die Region ist durch einen hohen Wald- und Grünlandanteil geprägt, daher kümmern sich Florian Schöllnhammer und Frank Herhaus schwerpunktmäßig um den Schutz der Bruthabitate. Während in vielen Gebieten Deutschlands die intensive landwirtschaftliche Nutzung Ursache für den Bestandsrückgang ist, haben die Rotmilane in Rhein-Berg und Oberberg eher mit Störungen während der Brutzeit zu kämpfen.

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Kofferinhalt Übersicht

Nachhaltige Bildung mit dem kostenlosen Rotmilankoffer

Mit dem neuen Rotmilankoffer möchten wir Menschen ab 11 Jahren für unseren heimlichen Wappenvogel begeistern. Der Koffer kann für den Schulunterricht oder im Rahmen von (außerschulischen) Projektwochen kostenlos für 4 Wochen ausgeliehen werden und enthält vielfältige Materialien zum Anschauen und „Begreifen“, die flexibel nach dem Baukastenprinzip eingesetzt werden können.

Neben der Faszination Rotmilan steht auch das Thema Landwirtschaft im Fokus: Wie hat sich die Landwirtschaft in den letzten 100 Jahren entwickelt und was hat das mit dem Rotmilan und unseren modernen Lebensgewohnheiten zu tun?

Der interaktive Moderator „Bauer Kamphenkel“ erläutert den Konflikt zwischen Landwirtschaft und Erhalt der Artenvielfalt und führt mit kleinen Filmen unterhaltsam durch den Koffer. Dabei regt er zum Diskutieren und Nachdenken an. Mit dabei: das Handbuch Rotmilan, das Hintergrundwissen sowie Vorschläge zum Gebrauch der Materialien liefert.
Vorkenntnisse zu dem Thema sind daher nicht nötig!

Weitere Informationen finden Sie hier. Zur Bestellung schicken Sie eine Email an info@rotmilan.org

 

Titelbild Broschüre

Neue Broschüre über Land zum Leben – auch zum Download

Informativ und anschaulich: unsere fast noch druckfrische Broschüre enthält wissenswerte Informationen zum Rotmilan und gibt einen Überblick über unsere Arbeit im Projekt Land zum Leben. Das handliche Heft für die naturinteressierte Öffentlichkeit wird nun überall dort verteilt, wo das Projekt Lebensräume für den Rotmilan verbessert und steht hier zum Download bereit.

Luzerne – die Königin der Futterpflanzen – jetzt Infoblatt downloaden

In der Landwirtschaft gilt Luzerne als die Königin der Futterpflanzen. Durch den Anbau von kleinkörnigen Leguminosen können zudem „ganz nebenbei“ wichtige Lebensräume zur Fortpflanzung sowie Rastplätze und Nahrungsquellen für eine Vielzahl von Tierarten geschaffen werden. So profitiert u.a. der Rotmilan von einem mehrjährigen Ackerfutteranbau und der regelmäßigen Mahd der Luzerne. Darüber hinaus verbessern stickstoffbindende Pflanzen die Bodenqualität und sparen damit Dünger und Energie. Für interessierte Landwirte haben wir ein Infoblatt erstellt, das über alle Aspekte dieser tollen Kultur informiert und hier zum Download bereitsteht.

Land zum Leben zeigt erste Erfolge – Artikel in der Fachzeitschrift „Der Falke“

Wir freuen uns, mit ersten Ergebnissen aus unserem Projekt in der aktuellen Ausgabe der renommierten Zeitschrift „Der Falke“ zu erscheinen. Seit 2013 untersucht der Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) gemeinsam mit anderen Wissenschaftlern das Nahrungsangebot und die Raumnutzung der Rotmilane in Deutschland.

Der Lebensraum dieser Greifvögel setzt sich aus einem abwechslungsreichen Mosaik aus Wald- und Offenlandschaft zusammen. Land- und Forstwirtschaft spielen bei der Erhaltung des Rotmilans daher Schlüsselrollen. In neun Projektgebieten wird getestet, wie Artenschutz und Landnutzung in Einklang gebracht werden kann. Wie steht es um den Schutz der eleganten Greifvogelart in Deutschland, von der wir mehr als die Hälfte der weltweiten Population beherbergen?

Erste Erfolge des Projekts werden nun in der Dezember-Ausgabe der Zeitschrift „DER FALKE“ veröffentlicht. Den Artikel können Sie bereits vor Erscheinen der gedruckten Ausgabe hier herunterladen.

Rotmilan © piclease/E. Thielscher

Land zum Leben – Jahresrückblick 2015

Was bisher geschah: Mehr als die Hälfte aller Rotmilane weltweit leben in Deutschland. Somit trägt Deutschland eine besondere Verantwortung für den Schutz des Greifvogels. Doch der Bestand geht stetig zurück. Um diesem Rückgang entgegenzuwirken, startete im Herbst 2013  das nationale Schutzprojekt Rotmilan – Land zum Leben. Kern des Vorhabens ist die Beratung und Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft in zehn Praxisregionen in acht Bundesländern. Gemeinsam soll die Agrarlandschaft so gestaltet werden, dass der Rotmilan ein verbessertes Nahrungsangebot vorfindet und eine sichere Zukunft hat.

Das Jahr 2015 nähert sich dem Ende. Unsere Rotmilane sind bereits im Winterquartier angekommen, nur einige wenige sind noch auf dem Zug oder ziehen gar nicht erst fort. Nachdem das erste Projektjahr 2014 noch durch die Erhebung des Rotmilanbestandes in den Projektregionen sowie von naturschutzpolitischen Unsicherheiten bei Agrarumweltmaßnahmen geprägt war, wurde das Bild 2015 deutlich klarer. In zehn Praxisregionen fanden hinsichtlich des Brutbestands Kartierungen statt und Landwirte sowie Grundeigentümer wurden zu rotmilanfreundlicher Landwirtschaft, Erhalt, Anlage und Umbau von Habitatstrukturen und dem Schutz vorhandener Horste beraten.

Hier entsteht mehr Land zum Leben - die Praxisregionen in Deutschland © DDA

Hier entsteht mehr Land zum Leben – die Praxisregionen in Deutschland © DDA 2015

Nun war klar, wie viele Rotmilane wo brüten und was genau unsere Beraterinnen und Berater für mehr Land zum Leben tun können. Aufgrund der nun endlich feststehenden Förderprogramme für mehr Naturschutz in der Landwirtschaft konnten diese Beratungen noch verbindlicher ausfallen. Unsere Beraterinnen und Berater sowie die Landwirtinnen und Landwirte realisierten insgesamt 2274 Maßnahmen auf einer Fläche von knapp 3200 ha. Dies entspricht einer Fläche knapp 4500 Fußballfeldern.

Allein in der Projektregion Göttingen setzen 110 Betriebe Maßnahmen um, die dem Rotmilan helfen. Auch der Schutz von Nestern und die Schaffung neuer Brutmöglichkeiten wird groß geschrieben: Im Weimarer Land warten mehr als 2000 Bäume darauf, eingepflanzt zu werden, um Rotmilanen in Zukunft Brutmöglichkeiten zu bieten und abgängige, alte Bäume zu ersetzen. 38 Waldbesitzer wurden in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen beraten. Um eine hohe Qualität unserer Arbeit zu gewährleisten, werden unsere Praxispartner regelmäßig weitergebildet.

 

Unsere Praxispartner schützen viele Nestbäume mit Manschetten vor Nesträubern wie Waschbär oder Marder (Quelle: M. Schimkat)

Unsere Praxispartner schützen viele Nestbäume mit Manschetten vor Nesträubern wie Waschbär oder Marder © Madeleine Schimkat

Wie rotmilanfreundlich die Maßnahmen sind, die die Landnutzenden umsetzten, wurde von den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Projekts untersucht. Eine zentrale Frage dabei: Auf welches Maß muss der Bruterfolg gesteigert werden, um den Bestand zu stabilisieren und eine Gefährdung auszuschließen? Zudem wurden die durchgeführten praktischen Maßnahmen auf den Flächen evaluiert: Auf Flächen mit welchen Agrarumweltmaßnahmen kommen wie viele potentielle Beutetiere vor? Zudem führte das Thünen Institut auch 2015 eine Evaluierung der Beratungen durch. Ein besonderes Augenmerk lag auf der Schaffung von Akzeptanz bei den Landnutzenden. Durch die gewonnenen Ergebnisse kann die Beratung weiter verbessert werden.

Um Anregungen zu den gegenwärtigen Agrarumweltmaßnahmen der Bundesländer zu geben und Optimierungspotentiale aufzuzeigen, analysierte das Team von Land zum Leben die verschiedenen Entwürfe im Hinblick auf Ihre Eignung zum Schutz des roten Greifvogels. So konnten in Schleswig Holstein und Niedersachsen auch aufgrund unserer Bemühungen Optimierungen durchgeführt werden, sodass in Zukunft eine Vielzahl neuer Maßnahmen finanziell gefördert wird. Zur kommenden Förderperiode können, orientiert an den vorangegangenen Optimierungen, weitere fachliche Anpassungen und Maßnahmen in die Förderprogramme aufgenommen werden. In Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Thüringen liegen bereits entsprechende Vorschläge vor.

Auch im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit ist eine Menge passiert. Unsere Wanderausstellung zum Projekt erfreut sich großer Beliebtheit und tourt durch Deutschland. Die Website ist zu einem zentralen Werkzeug der Information rund um den Rotmilan ausgebaut worden, so finden Sie in unserem Downloadbereich allerhand nützliche Informationen sowie Praxisratgeber, die für mehr Land zum Leben sorgen können.

Spannende Forschung am Rotmilanhorst

TV-Premiere „Die Retter der Rotmilane“

Premiere für Land zum Leben im NDR: Rotmilanforscher Dr. Eckard Gottschalk und sein Team wurden ein halbes Jahr lang von Naturfilmerin Claudia Grimm bei der spannenden Forschung rund um den Rotmilanhorst begleitet.

Die Untersuchungen zur Nahrungssituation durch die dauerhafte Überwachung einzelner Nester mittels Videokameras werden von den Forschern der Universität Göttingen durchgeführt. Sie sollen zeigen, welche Beute die Elterntiere bevorzugt ihren Jungen bringen und ob die Jungvögel im Umfeld durchgeführter Maßnahmen ausreichend mit Nahrung versorgt werden. Sendetermine:

Dienstag, 13. Oktober 2015, 18:15 bis 18:45 Uhr

Mittwoch, 14. Oktober 2015, 13:00 bis 13:30 Uhr  auf dem NDR.

Weitere Infos hier.

 

Wanderausstellung Land zum Leben im Naturparkzentrum Uhlenkolk

Im Naturparkzentrum Uhlenkolk ist seit dem 1. Oktober die Wanderausstellung zum bundesweiten Verbundprojekt „Rotmilan – Land zum Leben“ zu besichtigen. Diese Ausstellung bietet auf kleinstem Raum faszinierende Einblicke in das Leben des Rotmilans: der Betrachter fliegt mit dem Milan über die Felder, in denen sich die Beutetiere verstecken und erfährt, wie gefährlich es ist, ein Rotmilan zu sein.

Die beiden Biologen Stefan Wolff (Ornithologische Arbeitsgemeinschaft für Schleswig-Holstein und Hamburg) und Christoph Gasse (Kurt und Erika Schrobach-Stiftung) sind seit Beginn letzten Jahres in Schleswig-Holstein unterwegs im Einsatz für den Rotmilan. Das nördlichste Bundesland liegt an der nordwestlichen Verbreitungsgrenze dieses faszinierenden Greifvogels und ist eine von neun teilnehmenden Regionen des Verbund-Projektes.

Die Biologen berichten am Donnerstag, den 15. Oktober um 19:00 Uhr im Uhlenkolk, Waldhallenweg 11 in Mölln in einem Vortrag über das bundesweite Projekt, das im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert wird. Sie geben Auskunft über die Ergebnisse ihrer bisherigen Tätigkeiten zur Verbesserung der Lebensbedingungen für den Rotmilan. Beate Lezius von der Naturschutzstation Lauenburgische Landschaften lädt alle Interessierten zu dem Vortrag und zur Besichtigung der Ausstellung herzlich ein.

 

Rotmilan greift Beutetier

Feldmausgiftköder gefährden Rotmilan

Wieder einmal haben sich die Feldmäuse in diesem Jahr stark vermehrt und die Bauern sorgen sich um ihre Saat von Weizen, Gerste und Raps. Und wieder einmal hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) einen Notfallantrag zur Ausbringung von Ratron Feldmausködern (Wirkstoff Chlorphacinon) und Ratron Giftlinsen (Wirkstoff Zinkphosphid) genehmigt, für die Zeit vom 1. September bis zum 29. Dezember 2015.

Der Wirkstoff Chlorphacinon ist in der gesamten EU seit 2007 wegen seiner hohen Toxizität gegenüber Säugetieren und Vögeln verboten. Denn durch das Gift werden nicht nur Feldmäuse vergiftet, sondern auch geschützte Arten wie Feldhamster, Eulen oder Greifvögel sind betroffen. Feldhamster würden das Granulat direkt als Nahrung aufnehmen. Greifvögel, wie der Rotmilan werden indirekt durch die Erbeutung von verendeten Mäusen vergiftet. Dabei hat Deutschland eine besonders hohe Verantwortung für den Erhalt des Rotmilans: Mehr als die Hälfte aller Rotmilane leben hier.

Thüringen, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg haben bereits diese sogenannte Notfallzulassung beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit beantragt und mit entsprechender Genehmigung kann das Feldmaus-Gift sogar im nicht-selektiven Streuverfahren eingesetzt werden. Dieser Notfallantrag wurde auch in den letzten Jahren immer wieder genehmigt und wird damit langsam zur Regel. Der Einsatz von Rodentiziden kann nicht die Antwort auf eine immer wiederkehrende Mäuseüberpopulation sein. Schwankungen in den Beständen sind normal und müssen in der Landwirtschaft miteinbezogen werden. Intensive Bewirtschaftung und hohe Erlöse beim Getreide zeigen, dass sich Deutschlands Landwirte um ihr Einkommen generell wenig Sorgen machen müssen. Vorbeugende Maßnahmen wie ein tieferes Pflügen der Felder oder die Förderung von Greifvögeln und Eulen sollten grundsätzlich Vorrang haben vor dem Ausstreuen eines nicht-selektiven Giftes.

Es ist absurd, dass einerseits natürliche Lebensräume und Tierarten auf landwirtschaftlichen Flächen gefördert werden und andererseits breitflächig Gift verstreut wird, welches die Tiere gefährdet, die durch naturschutzfachliche Maßnahmen geschützt werden sollen. Die Unteren Naturschutzbehörden können und müssen in Absprache mit dem Landwirtschaftsministerium den Gifteinsatz untersagen, wenn es zu Konflikten mit Naturschutzzielen  kommt. Der Einsatz von Feldmausködern muss kritisch geprüft und wenn nötig, untersagt werden. Alles andere wäre ein Verstoß gegen artenschutzrechtliche Bestimmungen des Bundesnaturschutzgesetzes und gegen das europäische Naturschutzgesetz.

Auch der NABU Thüringen, der BUND und der NABU Sachsen lehnen den Einsatz der Feldmausköder ab und fordern eine sofortige Rücknahme der Genehmigung.

Weitere Infos zum Problem finden Sie hier:

Umweltbundesamt: Zulassung von Nagetierbekämpfungsmitteln mit blutgerinnungshemmenden Wirkstoffen (Antikoagulanzien der 2. Generation)

Vortrag im Wariner Naturparkzentrum von unseren Praxispartnern vor Ort

Marika Suchardt und Hans Diederichs vom Landschaftspflegeverband Sternberger Endmoränengebiet erzählten letzte Woche von ihrer Arbeit im Projekt Land zum Leben. Neben der Beratung der Landwirte untersuchen die beiden auf einer Fläche von rund 300 Quadratkilometern zwischen Warin und Below den Rotmilanbestand sowie Ursachen zur Gefährdung des Greifvogels. Eine erste Bilanz konnte bereits gezogen werden: 2015 flogen nur 8 Jungvögel aus gegenüber 14 im letzten Jahr.

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Nachwuchs der Rotmilane wird jetzt selbstständig

Im Beller Feld nahe Bad Meinberg im Landkreis Lippe kann man momentan mit etwas Glück einen jungen Rotmilan beobachten. Das Tier wurde Anfang Juni beringt und ist zusammen mit zwei Geschwistern im Beller Holz groß geworden. Die Jungen sind nun selbstständig und werden sich in den nächsten Wochen immer mehr von ihrem elterlichen Horst entfernen. Aktuell ist der Rotmilan „F9“ jedoch noch regelmäßig dort zu sehen. Die lippischen Rotmilanfreunde freuen sich über jede Meldung über die Sichtung von markierten Tieren!

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Mehr „Land zum Leben“

Rotmilan-Schutzprojekt geht in die zweite Runde und wird bis 2019 verlängert

Gute Nachrichten für Deutschlands heimlichen Wappenvogel! Das Verbundprojekt Land zum Leben zum Schutz des Rotmilans wird offiziell bis September 2019 verlängert. In acht Bundesländern werden landwirtschaftliche Betriebe weiterhin beraten, damit der in Not geratene Rotmilan bessere Lebensbedingungen in der modernen Agrarlandschaft findet. Mehr als die Hälfte aller Rotmilane weltweit brütet in Deutschland. Ihr Lebensraum ist die Agrarlandschaft, weswegen die Landwirtschaft beim Schutz dieser Art eine Schlüsselrolle spielt. Der elegante Greifvogel hat ein sehr kleines Verbreitungsgebiet und kommt nur in Europa vor. Seit den 1990er Jahren hat sein Bestand um ca. ein Drittel abgenommen.

„Für den Schutz und Erhalt des Rotmilans haben wir in Deutschland eine besondere Verantwortung. Ich freue mich darüber, dass die Rahmenbedingungen in den beteiligten Bundesländern für Maßnahmen in der Landwirtschaft nun gegeben sind, die den Bestand des Rotmilans sichern helfen. Damit kann die Projektlaufzeit verlängert werden“, sagt BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel.
Kern des Projektes ist die persönliche und individuelle Beratung von Betrieben durch Landschaftspflegeverbände und andere Expertinnen und Experten. Die Fachleute des Projektes beraten, wie Maßnahmen in der Landwirtschaft, die dem Rotmilan zugutekommen aussehen und angewandt werden können. Darüber hinaus werden Nestschutzzonen geschaffen und zukünftige Brutbäume gepflanzt.

So greifen Artenschutz und nachhaltige Landnutzung ineinander. Der Erfolg des Vorhabens ist von den landwirtschaftlichen Förderprogrammen der Länder abhängig, die die Umsetzung besonderer Maßnahmen für den Artenschutz in der Landwirtschaft honorieren.
„Im Zuge der weiteren Intensivierung der Landwirtschaft hat auch der Rotmilan Probleme, ausreichend Nachwuchs flügge zu bekommen, weil wichtige Flächen für die Nahrungssuche wie Grünland und Brachen fehlen. Ganze Landstriche bestehen heute oft nur noch aus dicht stehendem Getreide und Raps. Beutesuche Fehlanzeige! Darüber hinaus setzen ihnen Fressfeinde während der Brutzeit zu“, so Peer Cyriacks, Biologe der Deutschen Wildtier Stiftung. Der Deutsche Verband für Landschaftspflege, DVL, koordiniert das Gesamtprojekt. Der Dachverband Deutscher Avifaunisten, DDA, wertet die Maßnahmen wissenschaftlich aus und führt Begleituntersuchungen durch. Der breiten Öffentlichkeit wird der Rotmilan und das Artenschutzprojekt durch die Deutsche Wildtier Stiftung nahegebracht.

„Land zum Leben“ wird im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit bis September 2019 mit insgesamt etwa 5,5 Mio. € gefördert. Ein Ziel des Bundesprogramms ist es, den Rückgang der Biologischen Vielfalt aufzuhalten und das gesellschaftliche Bewusstsein für die Artenvielfalt zu stärken.

Mehr Infos finden Sie unter:

http://www.biologischevielfalt.de/bp_pj_rotmilan.html

Nach Drama am Rotmilannest: Eine Pflegefamilie für Felix

Während der Brutbestandserfassung im Projektgebiet Nordsachsen ist im Mai aufgefallen, dass ein bekanntes Rotmilannest abgestürzt war. Im Nest waren ursprünglich zwei Jungvögel. Ein Jungvogel hat den Absturz nicht überlebt und wurde tot am Boden aufgefunden. Der andere Jungvogel war zwar noch am Leben, aber schwach, denn er wurde augenscheinlich nicht von den Altvögeln gefüttert. Äußerlich wies er keine Verletzungen auf. Da der junge Milan noch zum großen Teil im Dunengefeder war, würde er bei Regen ohne den Schutz der Eltern große Probleme bekommen. Seine Versorgungslage war zudem unsicher. Daher wurde entschieden, ihn in die Wildtierauffangstation im Tiergarten Delitzsch zu bringen.

Felix Rotmilan Nest: Der Rotmilan-Jungvogel wird im Korb in sein neues Nest gezogen

Der Rotmilan-Jungvogel Felix wird im Korb in sein neues Nest gezogen.

Im Tiergarten wurde ein Nest für den jungen Rotmilan hergerichtet, gefüttert wurde das Sorgenkind mit Mäusen und Küken. Von Anfang an war klar, dass der Jungvogel wieder ausgewildert werden sollte, um die Population stützen zu können. Es wurde daher sehr darauf geachtet, dass der Jungmilan nur so viel Kontakt mit Menschen hatte, wie für seine Versorgung zwingend notwendig war, um seine spätere Auswilderung nicht zu gefährden. Denn viele Vögel verlieren in Gefangenschaft ihre Scheu vor dem Menschen oder erlernen arttypisches Verhalten nicht von den Altvögeln.

Rotmilan Baumkletterer: Schwindelfrei: In luftiger Höhe befindet das Nest der „Pflegefamilie“

Schwindelfrei: In luftiger Höhe befindet das Nest der Pflegefamilie.

Die Auswilderung sollte also baldmöglichst stattfinden, damit der Jungmilan schnell wieder Kontakt zu seinen Artgenossen bekam. Nachdem sich der Zustand des Vogels gebessert hatte und er beringt wurde, erfolgte im Juni die Auswilderung. Wie wildert man einen jungen Greifvogel ohne Eltern aus? Ganz einfach, er kommt in eine Pflegefamilie: Dafür musste ein neues Nest mit neuen Eltern gesucht werden, denn das bisherige Nest ging bei dem Absturz verloren. Nachdem ein geeigneter Standort gefunden war, konnte der Jungvogel von einem professionellen Baumkletterer zu seinen neuen Eltern und Geschwistern gebracht werden. Das klappte „wie am Schnürchen“. Nun war es auch an der Zeit, dass das Adoptivkind einen Namen bekam. Wir haben uns für „Felix“ (lat. Der Glückliche) entschieden, denn nach seinem Absturz hatte er wirklich Glück.

Drei Jungvögel Rotmilan Nest: Der Rotmilan Felix mit seinen neuen Geschwistern

Der Rotmilan Felix mit seinen neuen Geschwistern im Nest.

 

Toter Rotmilan an Windkraftanlage, Foto: C. Gelpke

Dauerstreit um Windkraftanlagen und Rotmilane

Der Rotmilan führt leider die Liste der an Windenergieanlagen getöteten Arten zusammen mit dem Mäusebussard an. Nachdem die Empfehlungen der Staatlichen Vogelschutzwarten für Mindestabstände zwischen Brutplatz und  Windkraftanlagen im Mai nach jahrelangem Streit endlich zur Veröffentlichung freigegeben wurden, gibt es nun neuen Streit im grün regierten Baden-Württemberg. Dort befürchtet die Windenergiebranche, dass nicht mehr ausreichend Stellplätze ausgewiesen werden können.

Laut eines Papiers der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz (LUBW)  soll in „Dichtezentren“, wo in einem Radius von 3,3 Kilometern um ein Windrad mindestens vier Revierpaare vorkommen, keine Ausnahmegenehmigung möglich sein. Außerdem muss ein Mindestabstand von 1000 Metern zu Fortpflanzungs- und Ruhestätten eingehalten werden.

Diese Regelung sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, um den bedrohten Greifvogel zu schützen. Deutschland hat eine besondere Verantwortung für den Rotmilan– und der Schutz von Rotmilan und anderen Arten ist ein ebenso wichtiges Ziel wie der Ausbau der Erneuerbaren Energien.

Weserbergland Nachrichten: Wanderausstellung zum Rotmilan in der Adlerwarte Berlebeck

Die Arbeitsgruppe Rotmilanfreunde Lippe, die dem naturwissenschaftlich-historischen Verein für das Land Lippe angehört, hat die Wanderausstellung in die heimische Adlerwarte geholt, sie wurde jetzt von Landrat Friedel Heuwinkel eröffnet und ist noch bis Ende des Monats im lippischen Berlebeck zu sehen.

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Windenergie contra Rotmilan

Südkurier: Windenergie contra Rotmilan

Aufgrund eines Papiers der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW), in dem sogenannte Dichtezentren für den Rotmilan bestimmt werden, befürchtet der Bundesverband WindEnergie (BWE) massive Einschnitte in der Windkraftplanung.

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Familie Rotmilan im Nest besucht

Unsere Land zum Leben-Spezialisten erklettern dieser Tage in einigen unserer Projektgebiete die Rotmilannester, um Jungvögel mit Ringen zu versehen. Später können diese Ringe aus der Ferne abgelesen werden und geben so Aufschlüsse über die Lebenshistorie unserer gefiederten Schützlinge. In Mecklenburg-Vorpommern bekommen die Vögel sogar Flügelmarken, die es erlauben, jeden Vogel individuell im Flug zu erkennen. Über die abenteuerlichen Arbeiten unserer Rotmilanexperten vom Landschaftspflegeverband Sternberg lesen Sie hier.

Erste Rotmilane im Nest besucht

Anzeiger für Sternberg-Brüel-Warin: Erste Rotmilane im Nest besucht

Im Sternberger Seenland wurden das erste Mal Rotmilanküken beringt. Ein Jungvogel, der groß genug war, erhielt zudem Flügelmarken. Anhand der Beringung lässt sich bei tot aufgefundenen Vögeln ihre Herkunft feststellen, mit der Flügelmarke sogar ihr weiterer Weg verfolgen.

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Rotmilan stirbt nach Stromschlag

Märkische Online Zeitung: Rotmilan stirbt nach Stromschlag

Nachdem ein toter Rotmilan unter einem Mittelspannungsmast auf einem Feld nahe Rohrbeck (Teltow-Fläming, bei Potsdam) entdeckt wurde, will der NABU Anzeige gegen den Betreiber dieses Strommasts erstatten.

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Manschette soll Waschbär stoppen

Anzeiger für Sternberg-Brüel-Warin: Manschette soll Waschbär stoppen

Der Landschaftspflegeverband Sternberger Endmoränengebiet hat Baummanschetten angebracht, um brütende Rotmilane zu schützen. Denn Waschbären gehen wie Marder flink an Baumstämmen hoch und räumen Horste leer.

 

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Rotmilan sucht Revier in der Heimat

Lippische Landeszeitung: Rotmilan sucht Revier in der Heimat

Über Hagen wurde ein markierter Rotmilan gesichtet, der aus einem Forschungsprogramm der Universität Bielefeld stammt. Das Männchen, das 2013 in Heiden beringt wurde, ist somit zu seinem Geburtsort zurückgekehrt, um sich ein Revier zu suchen.

 

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Land zum Leben am Filmset- Bauer Kamphenkel und der Bildungskoffer

Was wissen Ihre Kinder, Enkel, Patenkinder darüber, wie unser täglich Brot hergestellt wird? Unsere günstigen Lebensmittel sind eine Selbstverständlichkeit geworden, doch wo genau kommen sie her? Wer sorgt für die Spaghetti, die jedes Kind so sehr liebt? Und was hat Getreideanbau mit dem Rückgang des Rotmilans zu tun?

 

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Team vom Land zum Leben bei den Dreharbeiten – Fotos: Christoph Gasse

Diese Fragen beantwortet Land zum Leben mithilfe eines Bildungskoffers, der an Schulen, Bildungseinrichtungen und ähnliche Einrichtungen verliehen wird, damit unsere Kinder einen Bezug zu unserer Landwirtschaft den Kulturen, die dort angebaut werden und den dort lebenden Wildtieren aufbauen können. Durch die Geschichte des Land zum Leben- Bildungskoffers leitet Bernd Kamphenkel, seines Zeichens (fiktiver) Landwirt, der seinen Beruf liebt, doch erkennt, dass es die Wildtiere in der heutigen Agrarlandschaft immer schwerer haben. Bauer Kamphenkel und das Team von Land zum Leben zeigen, wie Lebensmittel und Bioenergie erzeugt werden können, ohne dass Rotmilan und Co. darunter leiden müssen. Gedreht wurde der Film im östlichen Harzvorland, dem Herzen der Rotmilanverbreitung. Die Fertigstellung des Bildungskoffers ist für den Sommer 2015 geplant. Wir halten Sie auf dem Laufenden!

 

Mit dem Fahrrad zu den Rotmilanen

Anzeiger für Sternberg-Brüel-Warin: Mit dem Fahrrad zu den Rotmilanen

Der Sternberger Landschaftspflegeverband hat Verstärkung durch zwei Studenten bekommen, die das Raumnutzungs- und Jagdverhalten der Rotmilane untersuchen. Es gelte herauszufinden, wie die Rotmilane den Raum um sie herum nutzen, aus welcher Richtung und wie oft sie einfliegen, wie Brutzeit und Aufzucht der Jungen verlaufe. In dem rund 300 Quadratkilometer großen Untersuchungsgebiet sind die beiden mit dem Fahrrad unterwegs.

 

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Bedrohte Welt des eleganten Romilans

Märkische Online Zeitung: Bedrohte Welt des eleganten Rotmilans

Am Sonntag wurde anlässlich des Frühlingsfestes in der Blumberger Mühle, dem Naturerlebniszentrum des NABU in Angermünde, die Wanderausstellung zum Rotmilan eröffnet, die im Rahmen des bundesweiten Artenschutzprojektes „Land zum Leben für den Rotmilan“ entwickelt wurde. Die Ausstellung in der Blumberger Mühle gibt sehr anschaulich mit einem beeindruckenden Dokumentarfilm Einblicke in das Leben des Rotmilans und informiert darüber, was man für seinen Schutz tun kann.

 

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Fernsehtipp: Rotmilanprojekt im Wissensmagazin LexiTV, 16.04.2015 um 15 Uhr

Am Donnerstag, den 16.04.2015 um 15 Uhr im MDR: Das Rotmilanprojekt wird im Wissensmagazin LexiTV vorgestellt.

Wie genau können wir unseren heimlichen Wappenvogel schützen? Welche Maßnahmen helfen ihm in der Landschaft? Erfahren Sie, was unsere Experten Dr. Winfried Nachtigall und Madlen Dämming dazu sagen!

Für alle, die die Sendung im TV verpasst haben: Sie ist auch hier in der Mediathek zu sehen!

Land zum Leben für den Rotmilan

Lokal-Anzeiger Nümbrecht: Land zum Leben für den Rotmilan

Die Wanderausstellung zum deutschlandweiten Rotmilanprojekt Land zum Leben ist in der Biologischen Station Oberberg zu sehen, passend zur Rückkehr der Rotmilane aus den Überwinterungsgebieten.

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Besenderte Rotmilane wieder zurück im vorjährigen Brutgebiet

Zwei in der Nähe von Göttingen besenderte Rotmilane sind wieder im vorjährigen Brutgebiet angekommen und haben auf ihrem Zugweg umfangreiche Daten gesammelt.

Mehr über ihren Weg und die aktuelle Brutsituation können Sie hier nachlesen!

High Tech am Himmel - Jetzt kehren die Rotmilane mit Flugdaten aus ihren Winterquartieren zurück

Natur: High-Tech am Himmel – Jetzt kehren die Rotmilane mit Flugdaten aus ihren Winterquartieren zurück

Im Rahmen des Projekts Rotmilan – Land zum Leben wurde letztes Jahr ein männlicher Rotmilan aus Sachsen besendert, der nun spannende GPS-Daten von seiner Reise aus seinem Winterquartier mitbrachte. Die Datensätze geben Details über die Lebensraumnutzung der Vögel und dienen der praktischen Arbeit im Artenschutzprojekt.

Lesen Sie hier den vollständigen Artikel!

High-Tech am Himmel

Rotmilane aus Winterquartier zurück

Die Rotmilane in unseren Projektgebieten sind nun fast vollständig aus ihren Winterquartieren zurückgekehrt und suchen Ihre angestammten Brutreviere auf. Einige Vögel wurden im letzten Jahr von unseren Experten mit federleichten, solarbetriebenen Loggern ausgestattet, die GPS Daten aufzeichnen und uns viel über die Lebensraumnutzung unserer Schützlinge verraten. So liefern sie Erkenntnisse, welche Landschaften von Rotmilanen besonders häufig angeflogen werden. Dieses Wissen erleichtert z. B. die Bestimmung von wertvollen Nahrungsflächen oder sensiblen Bereichen rund ums Nest und hilft dem Projekt Land zum Leben somit beim praktischen Artenschutz. Der Rotmilan ist ein Zugvogel, viele Vögel verbringen den Winter auf der Iberischen Halbinsel oder in Südfrankreich, wie das Männchen, das 2014 in Westsachsen mit einem Logger ausgestattet wurde. Sein Logger hat seit dem Herbst fast 25.000 Datensätze aufgenommen. Sie zeigen uns, dass der Milan ungewöhnlich spät, erst am 15.11 2014 aus dem Brutrevier abflog und zwei Wochen später nahe Tarbes in Südwestfrankreich ankam. Der späte Abflug hängt möglicherweise mit dem sehr guten Nahrungsangebot im vergangenen Herbst zusammen, der viele Rotmilane zum Ausharren in den Brutgebieten veranlasst hat. Dort verbrachte er den Winter bis Mitte Februar. Ende Februar kam er nach nur zehn Tagen Flug wieder im Brutgebiet in Sachsen an. Mittlerweile hat er sich wieder mit einem Weibchen zusammengefunden und kümmert sich um den Ausbau des Nestes.

Hoffen wir, dass die Brutsaison 2015 gut für die beiden startet. Nachwuchs sehen wir gern!