Nächsten Sonntag: Rotmilan – Land zum Leben beim Tag der offenen Tür im DLR

Am Sonntag, den 16. Juni 2019 öffnet das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bonn seine Türen und lädt herzlich ein, einen Blick hinter die Kulissen der drei Einrichtungen DLR Projektträger, Raumfahrtmanagement und Projektträger Luftfahrtforschung zu werfen.

Rotmilan – Land zum Leben wird als Projekt im Bundesprogramm Biologische Vielfalt vom DLR Projektträger verwaltet und ist mit einem Stand vertreten.

Kommt vorbei, um die Welt des faszinierenden Greifvogels und die Arbeit im Projekt kennen zu lernen und testet euer Wissen beim Quiz „Wer wird Milanionär?“!

Wo: Heinrich-Konen-Str. 5 in 53227 Bonn-Oberkassel
Wann: Sonntag, 16. Juni 2019, 10:00 – 17:00 Uhr
Eintritt: frei

Mehr Infos unter: https://event.dlr.de/event/tag-der-offenen-tuer-am-dlr-standort-bonn/

Infoabend zu Agrarumweltmaßnahmen in Niedersachsen auf Grünland

Mit Blick auf die diesjährige Antragsphase für Agrarumweltmaßnahmen (AUM) bis Mitte Mai veranstaltet der Landschaftspflegeverband Landkreis Göttingen e.V. (LPV) seinen letzten Informationsabend für Landwirte zu Agrarumweltmaßnahmen in Niedersachsen auf Grünland am

Montag, den 29. April 2019 ab 20 Uhr im Landgasthaus Fricke,

Mittelstr. 13 in 37120 Bovenden – Lenglern

 

Um mehr Vielfalt in die Agrarlandschaften zu bringen und Lebensräume für Insekten und Vögel zu verbessern, bietet das Land Niedersachsen eine ganze Palette von sogenannten Agrarumweltmaßnahmen an, an denen Landwirte freiwillig teilnehmen können. Mit seinen alljährlichen Informationsabenden will der Landschaftspflegeverband mehr Durchblick in den Förderdschungel bringen und begleitet die Landwirte auch bei der anschließenden Umsetzung. Durch die zentrale Lage der diesjährigen Veranstaltung sollen interessierte landwirtschaftliche Betriebe aus dem gesamten Landkreisgebiet erreicht werden.

Bei der Infoveranstaltung werden regional bedeutsame AUM auf Grünlandflächen ausführlich vorgestellt, die auch in 2019 wieder neu beantragt werden können. Etliche Möglichkeiten von verschiedenen Blühstreifenvarianten und speziellen Maßnahmen für den Rotmilan bis hin zur naturschutzgerechten Bewirtschaftung von artenreichem Grünland werden beleuchtet. Neben Informationen zu den Antragsmodalitäten und den jeweiligen Bewirtschaftungsbedingungen wird es auch Einblicke in die naturschutzfachlichen Hintergründe geben.

„Erfahrungsgemäß hat jeder landwirtschaftliche Betrieb geeignete Flächen, die für solche Maßnahmen in Frage kommen – oft entscheidend ist das Gewusst-wie und dabei wollen wir die landwirtschaftlichen Betriebe gerne unterstützen“, erläutert Agraringenieurin Ute Grothey, die beim LPV maßgeblich für die Naturschutzberatung verantwortlich ist.

 

 

Frühlingsbote Rotmilan – Wissenschaftler bestätigen: Dörfer gehören für den Greifvogel häufig zu seinem „Land zum Leben“

Hamburg, 4. April 2019. Auf dem Land heißt es: „Ist der Rotmilan gelandet, kommt der Frühling“. Denn sobald die Temperaturen steigen und die ersten Frühblüher aufgehen, zieht es den Greifvogel aus seinem Winterquartier im Süden Europas in seine angestammten Brutreviere in Deutschland. Anfang April legen die rotbraunen Frühlingsboten mit den tief gegabelten Stoßfedern zwei bis drei Eier ins Nest und beginnen mit der Brut. „Rotmilane sind eigentlich in offenen Landschaften heimisch und suchen ihre Beute vor allem auf Wiesen und Feldern“ sagt Svenja Ganteför von der Deutschen Wildtier Stiftung. Häufig fliegen die Greifvögel zur Nahrungssuche aber auch in die Dörfer. Das zeigen Ergebnisse des bundesweiten Schutzprojektes Rotmilan – Land zum Leben.

Im Rahmen des Projekts wurde die Lebensraumnutzung von über dreißig Rotmilanen in Sachsen, Thüringen und Niedersachsen untersucht. „Die Vögel wurden mit solarbetriebenen Sendern versehen, die wie ein kleiner Rucksack auf ihrem Rücken sitzen“, erläutert Jakob Katzenberger vom Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA), der im Projekt für die wissenschaftliche Evaluation zuständig ist. Die wenige Gramm leichten Daten-Rucksäcke speichern in regelmäßigen Abständen die genaue Position der Vögel und ermöglichen den Forschern so rund um die Uhr genaue Einblicke in das Leben der Milane. Die Ergebnisse zeigen, dass zahlreiche besenderte Rotmilane zur Nahrungssuche dörfliche Siedlungen aufsuchen. Und damit nicht genug: „Je höher der Anteil dörflicher Siedlungsfläche im Nestumfeld einzelner Milane ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Brut“, so Katzenberger. Damit bestätigen die Telemetrie-Daten nun, was die Auswertung von über 400 erfolgreichen Bruten des Rotmilans bereits vermuten ließ.

Leicht zugängliche menschliche Abfälle, z. B. Komposthaufen, machen Siedlungen für den Allesfresser Rotmilan attraktiv. „Aus Videoaufnahmen mit Nestkameras wissen wir aber auch, dass er in Siedlungen ebenfalls häufig Singvögel erbeutet“, erklärt Katzenberger. Bei Rotmilanen, die im Grünland ihre Nahrung suchen, dominieren dagegen Kleinsäuger wie Mäuse oder Junghasen das Beutespektrum. Das Vorhandensein von Grünland hat daher ebenfalls einen stark positiven Einfluss auf den Bruterfolg. Dass Rotmilane auf der Suche nach Fressbarem zunehmend in Dörfer kommen, kann auch mit der immer intensiver genutzten Feldflur zusammenhängen. „Die Intensivierung der Landwirtschaft macht den Greifvögeln zu schaffen“, sagt Svenja Ganteför von der Deutschen Wildtier Stiftung und ergänzt: „Mittlerweile gelangen viele Wildtiere in Gärten und auf Müllkippen anscheinend leichter an Nahrung als in der Agrarlandschaft“.

Infoabend zu Agrarumweltmaßnahmen in Niedersachsen auf Acker und Grünland

Mit Blick auf die diesjährige Antragsphase für Agrarumweltmaßnahmen (AUM) bis Mitte Mai veranstaltet der Landschaftspflegeverband Landkreis Göttingen e.V. (LPV) seinen traditionellen Informationsabend für Landwirte in diesem Jahr am

Donnerstag, den 28. März 2019 ab 19.30 Uhr im Hof-Café am Pfarrhaus,

Mittelstr. 3 in 37434 Gieboldehausen

 

Um mehr Vielfalt in die Agrarlandschaften zu bringen und Lebensräume für Insekten und Vögel zu verbessern, bietet das Land Niedersachsen eine ganze Palette von sogenannten Agrarumweltmaßnahmen an, an denen Landwirte freiwillig teilnehmen können. Mit seinen alljährlichen Informationsabenden will der Landschaftspflegeverband mehr Durchblick in den Förderdschungel bringen und begleitet die Landwirte auch bei der anschließenden Umsetzung. Durch die zentrale Lage der diesjährigen Veranstaltung sollen interessierte landwirtschaftliche Betriebe aus dem gesamten Landkreisgebiet erreicht werden.

Bei der Infoveranstaltung werden regional bedeutsame AUM auf Acker- und Grünlandflächen ausführlich vorgestellt, die auch in 2019 wieder neu beantragt werden können. Etliche Möglichkeiten von verschiedenen Blühstreifenvarianten und speziellen Maßnahmen für den Rotmilan bis hin zur naturschutzgerechten Bewirtschaftung von artenreichem Grünland werden beleuchtet. Neben Informationen zu den Antragsmodalitäten und den jeweiligen Bewirtschaftungsbedingungen wird es auch Einblicke in die naturschutzfachlichen Hintergründe geben. „Erfahrungsgemäß hat jeder landwirtschaftliche Betrieb geeignete Flächen, die für solche Maßnahmen in Frage kommen – oft entscheidend ist das Gewusst-wie und dabei wollen wir die landwirtschaftlichen Betriebe gerne unterstützen“, erläutert Agraringenieurin Ute Grothey, die beim LPV maßgeblich für die Naturschutzberatung verantwortlich ist.

Schon mal vormerken:
Am Montag, den 29. April 2019 ab 20 Uhr im Landgasthaus Fricke, Mittelstr. 13 in 37120 Bovenden – Lenglern findet ein zweiter Infoabend zu AUM auf Grünland statt.

 

Langfristiger Rückgang der Überlebensraten erstjähriger Rotmilane

Landwirtschaftliche Intensivierung und eine Verschlechterung der Nahrungsverfügbarkeit, aber auch anthropogene Mortalität durch Vergiftungen und Kollisionen sind zentrale Bedrohungen für den Rotmilan in seinem stark begrenzten Verbreitungsgebiet. Bei langlebigen Vogelarten haben die Überlebensraten verschiedener Altersklassen einen wesentlichen Einfluss auf die Bestandsentwicklung. Eine erhöhte Mortalität hat daher langfristig auch für den Rotmilan besonders negative Auswirkungen auf die Bestandsgröße, insbesondere wenn mehr Altvögel zu Tode kommen.

Eine äußerst wertvolle Datenquelle um belastbare Überlebensraten zu bestimmen, ist die Beringung von Vögeln und die daraus resultierenden Wiederfunde von toten Individuen. Eine jetzt im Journal of Ornithology erschienene Studie, an der auch Wissenschaftler des Dachverbands Deutscher Avifaunisten (DDA) beteiligt waren, analysiert die Ring-Wiederfunde von toten Rotmilanen die zwischen 1970–2015 in Deutschland markiert wurden. Die Auswertung erlaubt so eine Schätzung der Überlebensraten von erstjährigen, subadulten und adulten Vögeln über fast 50 Jahre anhand von mehr als 29.000 beringten Individuen und etwa 1.500 Wiederfunden die durch das große Engagement der Beringer und die Bereitstellung der Daten durch die Beringungszentralen Hiddensee, Helgoland und Radolfzell ermöglicht wurden.

Die Ergebnisse zeigen einen erheblichen langfristigen Rückgang des Überlebens erstjähriger Rotmilane – um mehr als 40 % im Vergleich der 1970er Jahren bis heute. Darüber hinaus zeigt auch die Überlebenswahrscheinlichkeit der Altvögel in den Jahren 1974–2014 einen abnehmenden Trend (-0,26 % pro Jahr).

Weitere Informationen unter https://www.dda-web.de/

Katzenberger, J., Gottschalk, E., Balkenhol, N., Waltert, M. (2019). Long-term decline of juvenile survival in German Red Kites. Journal of Ornithology.

Der Artikel ist online frei zugänglich zu lesen unter: https://rdcu.be/bfxpn

Auszeichnungen 2018 für rotmilanfreundliche Land- und Forstwirtschaft

In 2018 haben sieben Landwirtschaftsbetriebe und ein Forstbetrieb die Auszeichnung „Rotmilanfreundlicher Betrieb“ erhalten, herzlichen Glückwunsch!

Seit letztem Jahr zeichnet das Projekt Rotmilan – Land zum Leben einmal jährlich Land- und Forstbetriebe, Waldeigentümer, Kommunen oder Landkreise aus, die sich mit besonderen Leistungen zum Schutz des Rotmilans einsetzen. Die diesjährigen Preisträger kommen aus Niedersachsen, Sachsen, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Thüringen:

Traupe GbR, Niedersachsen

Die Traupe GbR ist seit Beginn des Rotmilanprojektes im Landkreis Göttingen mit von der Partie. Der konventionelle Milchviehbetrieb baut Luzerne an, die als Grünfutter für die rund 200 Milchkühe dient und durch mehrfaches Mähen im Frühsommer dem Rotmilan bei der Nahrungssuche zu Gute kommt. Der Betriebsleiter trägt als Multiplikator im besonderen Maße dazu bei, dass der Anbau von Luzerne auch über die Agrarumweltmaßnahmen hinaus, Interesse und Eingang in weitere ähnlich wirtschaftende Betriebe in der Region findet.
Das Göttinger Tageblatt berichtete: Auszeichnung für Schutzprojekt (23.10.2018).

Niedersächsische Landesforsten

Die Niedersächsischen Landesforsten haben sich von Beginn an bereit erklärt, im Rotmilanprojekt aktiv mitzuwirken, um in den Forsten und auch den Genossenschaftswäldern, die sie betreuen, einen störungsfreien Brutverlauf für den Rotmilan zu gewährleisten. Seit 2016 werden Nestschutzzonen in einem Umkreis von 100 Metern um die Horste eingerichtet, in denen zur Brutzeit keine Waldarbeiten ausgeführt werden. Nachdem in 2014 noch zwei Störungsfälle in den Landesforsten registriert wurden, konnten seit Umsetzung der Schutzmaßnahmen keine Störungen mehr festgestellt werden.
Der Harzkurier berichtete: Rotmilan-Bestand in Südniedersachsen ist stabil (5.11.2018).

Landwirtschaftsbetrieb Domanja, Sachsen

Der Familienbetrieb Domanja ist einer der größten in der Region Hoyerswerda, der auf einem Drittel seiner Fläche ökologisch nach EU-Richtlinien wirtschaftet. Auf Bio-Aroniaflächen werden bereits seit 2012 zwischen den Strauchreihen Luzerne als Futterpflanze angebaut. Durch die häufige Mahd der Flächen haben Greifvögel wie der Rotmilan ungehinderten Zugriff auf Kleinsäuger. Der Betrieb verzichtet schon immer auf Rodentizide (Nagergifte), ist den Belangen des Naturschutzes sehr aufgeschlossen und baut seine naturschutzorientierte Bewirtschaftungsform stetig aus.
Die sorbische Zeitung Serbske Nowiny berichtete (8.11.2018).

AG e.G. Hohenprießnitz, Sachsen

Die Agrargenossenschaft Hohenprießnitz ist ein langjähriger Partnerbetrieb des Landschaftspflegeverbands Nordwestsachsen und bewirtschaftet Flächen in der Eilenburger und Bad Dübener Region. Neben ihrem Kerngeschäft Ackerbau und Viehzucht engagiert sie sich auf vielfältige Weise für die Natur. Seit über zehn Jahren werden auf über 150 Hektar Luzerne als Zwischenfrucht angebaut sowie ausgedehnte Weide- und Brachflächen angelegt, die als Nahrungsflächen für den Rotmilan besonders wertvoll sind. Aber auch in Sachen Nestschutz ist die Agrargenossenschaft aktiv und beteiligt sich am Umbau einer Pappelallee. Auf etwa einem Kilometer wurden altersschwache Bäume beseitigt und an deren Stelle neue gepflanzt. Die schnell wachsenden Pappeln dienen dem Rotmilan bereits in einigen Jahren als Nestbäume.   
Die Leipziger Volkszeitung berichtete: Auszeichnung für Agrargenossenschaft Hohenprießnitz (18.11.2018).

Randow Welse GmbH, Brandenburg

Die Randow Welse GmbH & Co. Agrarproduktions KG ist seit 2016 Partner im Projekt und setzt auf drei Standorten rotmilanfördernde Maßnahmen um. In Kooperation mit einem Schweinehalter wurden einige Hektare Luzerne angebaut und die Fläche konnte in diesem Jahr vergrößert werden. Des Weiteren hat sich der Betrieb bereit erklärt, auf drei weiteren Standorten knapp zehn Hektar Brachen in Selbstbegrünung anzulegen. Der Betriebsleiter Herr Preuß ist sehr kooperativ, macht eigene Vorschläge zur Umsetzung von Maßnahmen und bietet weitere Flächen an.

Landhöfe Kargow-Waren GmbH, Mecklenburg-Vorpommern

Die Landhöfe Kargow-Waren GmbH ist ein Öko-Betrieb, der an den Müritz-Nationalpark angrenzt, und seit Beginn des Projektes aktiv mit dem Projektpartner Landschaftspflegeverband Mecklenburger Endmoräne e.V. zusammenarbeitet. Der Betrieb ist außerdem Teil des Projekts „Landwirtschaft für die Artenvielfalt“ und setzt zahlreiche Naturschutzmaßnahmen um, die nicht nur dem Rotmilan zu Gute kommen. Etwa 2/3 der Gesamtfläche ist Grünland, das nicht gedüngt und mit geringer Tierdichte beweidet wird.  Maßnahmen speziell für den Rotmilan sind u.a. der Anbau von Luzerne und Kleegras sowie die Anlage von Brachflächen. Der Betrieb führt regelmäßig Betriebsführungen für Bioparkmitglieder durch, in dessen Rahmen auch über das Rotmilanprojekt berichtet wird.

Kattendorfer Hof, Schleswig-Holstein

Der Kattendorfer Hof der Betriebsgemeinschaft Demeter Kreise Stormarn und Segeberg hat sich über die gesamte Laufzeit an der Pilotmaßnahme des Landes „Etablierung angepasst bewirtschafteter Kleegrasflächen zur Verbesserung des Nahrungsangebotes für den Rotmilan“ mit vielen Flächen beteiligt. Als 2015 aus der Pilotmaßnahme die Agrarumweltmaßnahme „Kleinteiligkeit im Ackerbau“ wurde, hat der Betrieb sich mit weiteren Flächen auch an dieser beteiligt. Der Kattendorfer Hof hat im Laufe der Projektlaufzeit immer wieder auf Eigeninitiative Betriebsflächen für das Rotmilanprojekt ins Gespräch gebracht. Im betriebseigenen Hofladen wird das Infomaterial über Rotmilan – Land zum Leben ausgelegt und das Projekt der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Landwirtschaftsbetrieb Thomas Kürsten, Thüringen

Der Landwirtschaftsbetrieb setzt sich mit verschiedenen rotmilanfreundlichen Anbaukulturen für den Schutz des Greifvogels ein, indem er beispielsweise Sommer- statt Wintergetreide anbaut. Die Weiden werden mit der gestaffelten Mahd so bearbeitet, dass sie dem Rotmilan über einen längeren Zeitraum Nahrungsflächen bieten. In unmittelbarer Nähe zum Betrieb befinden sich jedes Jahr drei bis vier Rotmilannester mit erfolgreichen Bruten und Thomas Kürsten hat großes Interesse daran, „seine“ Rotmilane zu schützen und gibt mit Begeisterung sein Wissen über die die Greifvögel weiter.

Foto: Andreas und Arne Traupe, Forstamtsleiter Axel Pampe, Ramona Bayoh und Ute Grothey vom LPV Landkreis Göttingen mit Kuh Sonja. © Niklas Richter

Rotmilan-Expertentreffen 2018

Am 7. November 2018 lud das Projekt Rotmilan – Land zum Leben bereits zum dritten Mal zum bundesweiten Treffen der Rotmilanexperten und –akteure nach Weimar ein. Im Rahmen dieser Tagesveranstaltung wurden die Teilnehmer über die wichtigsten Ergebnisse des Projektjahres 2018 aus dem bundesweiten Rotmilanprojekt informiert.

Gleichzeitig wurde im Rahmen des Treffens  das Thema Telemetrie in den Mittelpunkt gestellt, um zu diskutieren, inwieweit Telemetrieergebnisse zur Aufklärung der Nahrungshabitatwahl im Verlauf einer Brutsaison beitragen. Die Präsentation der Ergebnissen und Erfahrungen aus weiteren Rotmilanprojekten in Deutschland und der Schweiz trugen zur einer inspirierenden Diskussion bei und bestätigten u.a. die Projektergebnisse. Mehr zu den Inhalten gibt es hier.

Vorträge

  1. Aktuelle Projektergebnisse 2018 Rotmilan – Land zum Leben – Uwe Lerch, DVL
  2. Ursachenforschung mittels Telemetrie. Warum verändert sich die Habitatwahl des Rotmilans? – Martin Kolbe, Rotmilanzentrum Sachsen-Anhalt
  3. Welche Landnutzungstypen bevorzugen die besenderten Rotmilane in den Projektgebieten Göttingen, Weimar und Nordsachsen während der Brutzeit? – Jakob Katzenberger, DDA
  4. Ein Opportunist im Aufwind – Hintergründe zur Populationsentwicklung der Rotmilane in der Schweiz – Patrick Scherler, Schweizerische Vogelschutzwarte
  5. Die Kombination von Telemetrie- und Videodaten besenderter Rotmilane Göttingen – Dr. Eckhard Gottschalk, Georg-August-Universität Göttingen
  6. Ressourcennutzung von Rotmilanen in Raum und Zeit – Sascha Rösner, Philipps-Universität Marburg
  7. Ergebnisse telemetrierter Rotmilane im Weimarer Land – Thomas Pfeiffer