Rotmilan-Trupp am Schlafplatz

Rotmilan-Schlafplatzzählung etabliert sich in Deutschland

Am 6. und 7. Januar 2018 fand, wie jedes Jahr am ersten Januar-Wochenende, die internationale Zählung überwinternder Rotmilane statt. In Frankreich, Spanien und der Schweiz werden Rotmilane bereits seit 2007 an ihren Schlafplätzen gezählt. Seit dem Winter 2015/2016 beteiligt sich auch Deutschland an den Zählungen, wobei die ersten beiden Winter vor allem dazu dienten, die Beobachterinnen und Beobachter für Rotmilan-Schlafplätze zu sensibilisieren und diese zu finden. Das zahlte sich nun aus: Dank des Engagements der Koordinatorinnen und Koordinatoren wurde die bislang beste Abdeckung erreicht und gleichzeitig – unterstützt durch die milde Witterung – die höchste Anzahl überwinternder Rotmilane dokumentiert. Wie in den Vorwintern zeigen sich deutlich zwei Schwerpunkte der Winterverbreitung in Mitteldeutschland und im südlichen Baden-Württemberg.

Die Ergebnisse sind in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift DER FALKE 04/2018 veröffentlicht:

Die meisten der in Deutschland brütenden Rotmilane ziehen im Herbst in den Süden und überwintern in Spanien, Südfrankreich oder Portugal. Der Zug in die wärmeren Winterquartiere beginnt Ende August und kann bis in den November hinein andauern. Die Hauptzugzeit ist von Mitte September bis Mitte Oktober, hängt aber immer auch von den jeweiligen Wetterverhältnissen vor Ort ab und kann daher stark variieren. Doch immer mehr Rotmilane bleiben in der Nähe ihrer Brutgebiete und verbringen den Winter über in Mitteleuropa. Die Überwinterung scheint abhängig von Witterungsverhältnissen und Nahrungsangebot (Mäusedichte) zu sein. In Deutschland sind das nordöstliche Harzvorland und das Thüringer Becken sowie der Südwesten die wichtigsten Überwinterungsregionen für Rotmilane.

Zweiter Infoabend zu Agrarumweltmaßnahmen im Landkreis Göttingen

Der Landschaftspflegeverband Landkreis Göttingen e.V. veranstaltet einen weiteren Informationsabend zu Agrarumweltmaßnahmen auf dem Acker und auf Grünland, die noch bis zum 15. Mai 2018 beantragt werden können, am

Dienstag, den 10. April 2018 ab 18.30 Uhr im Hotel Harzer Hof,

Harzstraße 79 in 37412 Scharzfeld

 

 18.30 Teil 1: AUM auf Acker, ab 20 Uhr Teil 2: AUM auf Grünland

 

Hintergrund ist, dass das niedersächsische Umweltministerium in diesem Jahr nochmals Finanzmittel für die naturschutzbezogenen Agrarumweltmaßnahmen (AUM-Nat) bereitgestellt hat und darüber hinaus für den Altkreis Osterode am Harz die zugrundeliegenden Förderkulissen erweitert werden konnten.

Im ersten Teil des Abends wird es um mögliche Maßnahmen auf dem Acker gehen, wie z.B. die Rotmilan-Maßnahme mit mehrjährigem Ackerfutterbau, Maßnahmen zum Ackerwildkrautschutz, Gewässerschutzstreifen und die Blühstreifenvarianten – auch in Kombination mit Greening-Maßnahmen.

Im zweiten Teil werden die verschiedenen Grünlandextensivierungs- und Biotoppflegemaßnahmen vorgestellt.

Neben den spezifischen Bewirtschaftungsbedingungen und den Antragsmodalitäten wird es auch naturschutzfachliche Hintergrundinfos sowie konkrete Tipps zur praktischen Umsetzung geben. Erfahrungen und Fragestellungen dürfen gerne mitgebracht werden!

 

Erfolgreicher Infoabend zu Agrarumweltmaßnahmen und Ehrung zweier Betriebe

Beim traditionellen Informationsabend des Landschaftspflegeverbandes Landkreis Göttingen e.V. (LPV)  haben sich vergangenen Donnerstag über 65 Landwirtinnen und Landwirte aus dem Landkreis über Agrarumweltmaßnahmen auf dem Acker informiert und ausgetauscht. Bis Mitte Mai 2018 können Maßnahmen noch beantragt werden. Agrarumweltmaßnahmen spielen nicht nur beim Schutz des Rotmilans eine bedeutende Rolle, auch viele weitere Tierarten profitieren von Maßnahmen, die ihnen Deckung und Nahrung bieten. Neben der Vorstellung zielgerichteter Maßnahmen, wie z.B. für den Rotmilan, ging es auch um die verschiedenen Blühstreifenvarianten. Ebenso wurden Antragsmodalitäten besprochen. Der LPV Göttingen ist einer der neun Praxispartner des Projekts Land zum Leben und steht interessierten Landwirtinnen und Landwirten vom Förderantrag bis zur Umsetzung ökologisch günstiger Kulturen begleitend zur Seite.

Auszeichnung für besonders rotmilanfreundliche Betriebe in Niedersachsen

Der Abend wurde auch genutzt, um zwei Göttinger Betriebe aufgrund ihrer bereits langjährigen und besonders rotmilanfreundlichen Landwirtschaft auszuzeichnen. Heinrich Klingelhöfer aus Groß Lengden sowie Heidi Bouws aus Scheden wurden aufgrund ihres großen Engagements für den Greifvogel mit einer Urkunde geehrt. „Wir sind stolz darauf, mit den Agrarumweltprogrammen etwas ganz Gutes zu leisten und erfreuen uns an unseren artenreichen Feldern“, betont Heidi Bouws. Der Biobetrieb mit Pferdezucht engagiert sich seit Jahren für die Belange des Naturschutzes und hat seine komplette Betriebsfläche den Agrarumweltmaßnahmen und damit dem Naturschutz gewidmet. Heinrich Klingelhöfer ist mit seinem konventionellen Ackerbaubetrieb immer offen für Naturschutzbelange. Er hat 2008 im Landkreis Göttingen als erster mit der speziellen AUM für den Rotmilan begonnen und ist maßgeblich an deren Entwicklung in Niedersachsen beteiligt. „Die Maßnahmen sind nicht nur gut für die Natur, auch wir Menschen können uns daran erfreuen“, erklärt er sein Engagement.

Im Landkreis Göttingen nehmen neben den beiden ausgezeichneten Betrieben über 200 weitere landwirtschaftliche Betriebe an Agrarumweltmaßnahmen auf dem Acker und auf dem Grünland teil. So werden auf insgesamt rund 3.800 Hektar Maßnahmen umgesetzt – das entspricht immerhin 5% der landwirtschaftlichen Nutzfläche im Landkreis.  „Damit nimmt der Landkreis eine Spitzenposition in ganz Niedersachsen ein“, betont Ute Grothey, „und somit gilt der Dank allen Betrieben, egal ob groß oder klein, die offen sind für Naturschutzbelange und aktiv mitmachen!“.

 

 

 

 

 

 

Infoabend zu Agrarumweltmaßnahmen im Landkreis Göttingen

Mit Blick auf die diesjährige Antragsphase für Agrarumweltmaßnahmen (AUM) bis Mitte Mai veranstaltet der Landschaftspflegeverband Landkreis Göttingen e.V. seinen traditionellen Informationsabend für Landwirte in diesem Jahr am

Donnerstag, den 22. März 2018 ab 19.30 Uhr im Landvolkhaus,

Götzenbreite 10 in Rosdorf


Um mehr Vielfalt in die Agrarlandschaften zu bringen, bietet das Land Niedersachsen eine ganze Palette von sogenannten Agrarumweltmaßnahmen an, an denen Landwirte freiwillig teilnehmen können. Mit seinen alljährlichen Informationsabenden will der Landschaftspflegeverband mehr Durchblick in den Förderdschungel bringen und begleitet die Landwirte auch bei der anschließenden Umsetzung.

Am kommenden Donnerstag werden regional bedeutsame AUM auf dem Acker, die auch in 2018 wieder neu beantragt werden können, ausführlich vorgestellt. Neben zielgerichteten Maßnahmen, wie z.B. für den Ackerwildkrautschutz oder den Rotmilan, wird es auch um die verschiedenen Blühstreifenvarianten gehen. Es wird nicht nur Informationen zu den Antragsmodalitäten und den Bewirtschaftungsbedingungen sondern auch zu den naturschutzfachlichen Hintergründen geben. „Erfahrungsgemäß hat jeder landwirtschaftliche Betrieb geeignete Flächen, die für solche Maßnahmen in Frage kommen – oft entscheidend ist das Gewusst-wie und dabei wollen wir die landwirtschaftlichen Betriebe gerne unterstützen“, erläutert Agraringenieurin Ute Grothey, die beim LPV maßgeblich für die Naturschutzberatung verantwortlich ist.

Der diesjährige Abend soll darüber hinaus genutzt werden, um zwei Göttinger Betriebe wegen ihrer bereits langjährigen und besonders rotmilanfreundlichen Landwirtschaft auszuzeichnen. Zusammen mit weiteren Landwirten aus Schleswig-Holstein, Thüringen und Sachsen werden diese beiden Betriebe aufgrund ihres großen Engagements für den Greifvogel mit einer Urkunde geehrt.

 

Ausgezeichnete Landwirtschaft!

Seit 2017 zeichnet das Projekt Rotmilan – Land zum Leben einmal pro Jahr Land- und Forstbetriebe, Waldeigentümer, Kommunen oder Landkreise aus, die sich mit besonderen Leistungen zum Schutz des Rotmilans einsetzen. Es werden Maßnahmen zur Verbesserung von Nahrungsangebot und -verfügbarkeit honoriert, die über das Greening hinaus gehen, aber auch Bemühungen  zum Schutz des störungsfreien Brutverlaufs und zur Verbesserung der Bruthabitate werden berücksichtigt.
Für 2017  fiel die Auswahl auf sechs Landwirtschaftsbetriebe und einen Forstbetrieb in fünf Bundesländern, herzlichen Glückwunsch!

Agrargenossenschaft Hohenroda eG, Sachsen: Leipziger Volkzeitung – Hohenrodaer Bauern ackern für den Rotmilan
Luzica – Milch und Rindfleisch GmbH, Sachsen: Lausitzer Rundschau – Mehr Land für den Rotmilan
Bio-Milchviehbetrieb Wolfgang Holz, Schleswig-Holstein
Revierförster Eckhard Kropla, Stadtwald Lübeck, Schleswig-Holstein
Bouws Hof – Dr. Heidi & Wilfried Bouws, Niedersachsen
Heinrich Klingelhöfer  LPV Göttingen, Niedersachsen
Landwirtschaftsbetrieb Fleischhauer, Thüringen

 

Geschafft! Rotmilan – Land zum Leben ist Projekt des Monats Januar der UN Dekade Biologische Vielfalt

Wir bedanken uns bei allen Unterstützern, die für uns gestimmt haben! Mit der Wahl zum Projekt des Monats gelangt Land zum Leben ein Stück mehr in den Fokus der Öffentlichkeit und hat die Chance, durch die Jury der UN-Dekade als offizielles Jahresprojekt ausgezeichnet zu werden. Rotmilan – Land zum Leben trägt dazu bei, die biologische Vielfalt zu bewahren und zu fördern und erfüllt damit die Ziele der Naturschutzoffensive 2020. Die Erfolge aus den ersten vier Projektjahren zum Schutz des Rotmilans sprechen für sich:

Die Offenlandschaft hat in den letzten Jahren einen dramatischen Verlust an Arten erlebt. Dabei ist sie eigentlich wertvoller Lebensraum, weil Felder, Weiden und Wiesen als Nahrungsflächen dienen und Brut- und Rückzugsräume bieten. Hecken oder Blühstreifen, Weiher und Ackerrandstreifen werden im Rahmen der intensiven Landschaftsnutzung oft entfernt und sind heute eher selten anzutreffen. Zusammen mit unseren Praxispartnern vor Ort setzen Landwirte Maßnahmen um, die dieser Entwicklung entgegen steuern.

Die Gemeinsame Agrarpolitik mit ihrer finanziellen Förderung per „Gießkanne“ lässt den Landwirten kaum eine andere Wahl zu, als immer intensiver zu wirtschaften. Da das sogenannte Greening viel zu geringe ökologische Effekte aufweist, kommt Agrarumweltmaßnahmen eine besonders hohe Bedeutung zu. Sie sind – neben der Umsetzung von freiwilligen Maßnahmen – das einzige Instrument, um in monotonen Landschaften für Abwechslung und halbwegs naturnahe Strukturen zu sorgen. Trotzdem stehen für diese gezielte Honorierung von Naturschutzleistungen der Landwirte in vielen Bundesländern zu wenig Mittel zur Verfügung.

Die  Mitarbeiter von Land zum Leben beraten die Landnutzenden zu möglichen Maßnahmen, besprechen, wie diese in den Betriebsablauf integriert werden können und begleiten deren Antrag und Umsetzung. Nur über langfristigen konstanten Kontakt, hohe fachliche Kompetenz und ein sorgsam aufgebautes Vertrauensverhältnis ist es möglich, hier für positive Veränderungen zugunsten der Biodiversität zu sorgen.

 

Dem Rotmilan unter die Flügel greifen – ein guter Vorsatz für 2018!

Wer mithelfen möchte, dass unser Schutzprojekt Rotmilan – Land zum Leben zum Projekt des Monats Januar der UN-Dekade Biologische Vielfalt gewählt wird, kann hier seine Stimme abgeben:

https://www.undekade-biologischevielfalt.de/projekte/projekt-des-monats-waehlen/

Schnell und unkompliziert. Wir sagen DANKE!

 

Ausgezeichneter Naturschutz: Rotmilan – Land zum Leben durch UN Dekade Biologische Vielfalt geehrt

Unser Projekt Rotmilan – Land zum Leben hat die begehrte Auszeichnung der UN-Dekade Biologische Vielfalt erhalten! Die Urkunde wurde am Montag durch Dr. Christiane Paulus vom Bundesumweltministerium den Projektträgern im Rahmen ihrer Rotmilan-Fachtagung überreicht.

Die Auszeichnung zum UN-Dekade-Projekt findet im Rahmen der Aktivitäten zur UN-Dekade Biologische Vielfalt statt, die von den Vereinten Nationen für den Zeitraum von 2011 bis 2020 ausgerufen wurde. Ziel der internationalen Dekade ist es, den weltweiten Rückgang der biologischen Vielfalt aufzuhalten. Dazu strebt die deutsche UN-Dekade eine Förderung des gesellschaftlichen Bewusstseins in Deutschland an. Die Auszeichnung nachahmenswerter Projekte soll dazu beitragen und die Menschen zum Mitmachen bewegen. Wir freuen uns sehr, dass das Projekt Rotmilan – Land zum Leben dazu gehört.

Das innovative Vorhaben greift dem eleganten Greifvogel, für den Deutschland eine besondere Verantwortung trägt, unter die Flügel. Mehr als die Hälfte aller Rotmilane weltweit brütet in Deutschland. Die Art bereitet Naturschützern jedoch Sorgen:  Seit den frühen 1990er Jahren verzeichnen sie einen Rückgang der Bestände. Das große Verbundprojekt setzt sich aus dem Deutschen Verband für Landschaftspflege, dem Dachverband Deutscher Avifaunisten, der Deutschen Wildtier Stiftung sowie neun Praxispartnern vor Ort in sieben Bundesländern zusammen.

Das Hauptproblem für den Rotmilan ist Nahrungsmangel. Er führt dazu, dass jährlich weniger Jungvögel ausfliegen, so dass die Population langfristig schrumpft. Das Nahrungsangebot wird infolge landwirtschaftlicher Intensivierung wie z.B. dem Einsatz von Nagergiften eingeschränkt. Die Erreichbarkeit der Nahrung verschlechtert sich durch den Anbau relativ weniger Kulturen, die schnell und sehr dicht aufwachsen und damit den Blick auf die Beute versperren. Insbesondere zur Brutzeit in den Monaten Mai und Juni, wenn die Elterntiere zwei bis drei Jungvögel großziehen müssen, ist das Futter daher knapp. Dazu kommt eine Reihe weiterer Probleme, bei denen offensichtlich Störungen während der Brutzeit sowie Kollisionen im Straßenverkehr, an Leitungen der Energieversorgung und mit Windenergieanlagen eine wesentliche Rolle spielen.

„Die Landnutzer sind der Schlüssel zum Erhalt des Rotmilans. Mit unseren Beratungen können wir sie dafür gewinnen, vielfältigere Kulturen anzubauen und die Felder rotmilanfreundlicher zu bewirtschaften. Der Anbau kleinkörniger Leguminosen wie Klee und Luzerne sowie die Anlage von Dauerbrachen sind gute Maßnahmen zur Verbesserung des Nahrungsangebotes und der Nahrungsverfügbarkeit“ so Uwe Lerch, fachlicher Koordinator des Projekts. In den Modellregionen werden daher Landwirte, Waldbesitzer, Kommunen und Landkreise zu rotmilanfreundlicher Landnutzung beraten. Seit Projektbeginn im Jahr 2013 wurden bereits über 1500 Beratungen durchgeführt und 224.000 Hektar kartiert, um brütende Rotmilane und deren Nachwuchs zu dokumentieren.

Wie genau die Rotmilane die für sie verbesserten Flächen nutzen, wird mit winzigen Datenloggern herausgefunden, die die eleganten Vielflieger als Rucksack tragen.

Fachtagung Rotmilan – Land zum Leben am 18. und 19.9.2017

Vom 18. bis 19. September 2017 lädt das Projekt Rotmilan – Land zum Leben interessierte Menschen aus Naturschutz, Landwirtschaft sowie Verwaltung und Ministerien zu einer Fachtagung nach Weimar ein! Die Tagung steht unter dem Thema „Naturschutzberatung, praktische Maßnahmen und erste Monitoring-Ergebnisse“.

Hier finden Sie das Programm als pdf.

Der erste Veranstaltungstag steht im Zeichen der naturschutzfachlichen Beratung und Umsetzung praktischer Maßnahmen. Einige unserer Praxispartner berichten über ihre Arbeit in den Projektgebieten. Zudem stellt Maik Sommerhage von der NABU-Stiftung Hessisches Naturerbe die Maßnahmen zum Schutz des Rotmilans im EU-Vogelschutzgebiet Vogelsberg vor. Der Abend mit einem gemeinsamen Essen bietet den Teilnehmenden die Gelegenheit, sich auszutauschen.

Der zweite Veranstaltungstag widmet sich bis zum Mittag den wissenschaftlichen Ergebnissen aus dem Projekt, die erstmals vorgestellt werden. Am Nachmittag findet eine Exkursion in das Projektgebiet Mittelthüringen statt.


Die Tagung ist ausgebucht! 

Wenn Sie über die nächste Tagung informiert werden möchten, melden Sie sich gerne unter info@rotmilan.org.

 

Programm

Montag, 18.09.2017

12.30   Anmeldung

13.00   Begrüßung durch Dr. Jürgen Metzner, DVL

13.10   Grußwort von Dr. Hans-Jürgen Schäfer, Abteilungsleiter Naturschutz und Nachhaltigkeit, Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz

13.20   Vorführung Film Rotmilan-Land zum Leben

13.30   Verleihung der Urkunde „Ausgezeichnetes Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt“ durch Dr. Christiane Paulus, Leiterin Naturschutz, BMUB

13.45   Praktische Maßnahmen für eine rotmilanfreundliche Landwirtschaft – Uwe Lerch, DVL

14.30   Naturschutzfachliche Beratung und Umsetzung praktischer Maßnahmen am Bsp. einer großflächigen Agrarlandschaft in Thüringen – Jana Apel, LPV Mittelthüringen

15.00   Kaffeepause

15.30   Naturschutzfachliche Beratung und Umsetzung praktischer Maßnahmen am Bsp. eher kleinflächiger Agrarlandschaften in Niedersachsen – Ute Grothey, LPV Landkreis Göttingen

16.00   Naturschutzfachliche Beratung an den Grenzen des Verbreitungsgebietes des Rotmilans in Schleswig-Holstein – vom Pilotprogramm zur Agrarumweltmaßnahme – Christoph Gasse, Schrobach Stiftung

16:30  Schutzmaßnahmen im Offenland und Wald für den Rotmilan im EU-Vogelschutzgebiet Vogelsberg – Maik Sommerhage, NABU-Stiftung Hessisches Naturerbe

17.00  Pause

17.15   Verbesserung der Bruthabitate für den Rotmilan im Offenland – Peter Solluntsch, LPV Nordwestsachsen

17:45   Schutz der Nestbäume des Rotmilans – Dr. Winfried Nachtigall, Förderverein Sächsische Vogelschutzwarte Neschwitz

18.15   Pause

19.15   Vielfältige Einblicke in das turbulente Leben des Rotmilans – gesammelte Fotos und Videosequenzen aus dem Projekt Rotmilan – Land zum Leben

19.30   Gemeinsames Abendessen

 

Dienstag, 19.09.2017

9.00     Nahrungsangebot, Verfügbarkeit und Nutzung durch den Rotmilan – bisherige Monitoringergebnisse – Johanna Karthäuser & Jakob Katzenberger, DDA

9.30     Wie nutzen Rotmilane die Landschaft? Ergebnisse aus den Nahrungsanalysen und aus der Kombination von Kamera und Telemetriedaten – Dr. Eckhard Gottschalk, Universität Göttingen

10.00   Wie beeinflusst die landwirtschaftliche Nutzung die Bewegungsmuster von GPS-telemetrierten Rotmilanen? – Jakob Katzenberger, DDA

10.30   Kaffeepause

11.00   Abfahrt zur Exkursion ins Praxisgebiet Mittelthüringen

13:30   Rückkehr zum Hotel und Ende der Veranstaltung

 

Veranstaltungsort

Hotel Kaiserin Augusta
Carl-August-Allee 17
99423 Weimar
03643 2340
www.hotel-kaiserin-augusta.de

45 Einzelzimmer können unter dem Stichwort „Rotmilan“ bis zum 18.08.17 im Hotel Kaiserin August reserviert werden.
reservierung@hotel-kaiserinaugusta.de
65,00 € inkl. Frühstück

 

Teilnahmebeitrag

Die Tagung ist kostenlos. Lediglich die Kosten für Getränke beim Abendessen am 18.09.17 werden selbst getragen.

 

 

Neueste Ergebnisse aus dem Projekt Land zum Leben in DER FALKE

Regelmäßig berichtet DER FALKE über das Projekt Rotmilan – Land zum Leben, dessen Ziel es ist, das Nahrungsangebot für Rotmilane während der Brutzeit zu verbessern und bekannte Neststandorte vor Störungen zu schützen. Der Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) übernimmt die wissenschaftliche Arbeit und Evaluation im Projekt. Zahlreiche Wissenscha­ftlerinnen und Wissenscha­ftler sowie Fachleute aus Biologie und Naturschutz sind beteiligt, um die umfangreichen Untersuchungen in den Gebieten durchzuführen, damit folgende Fragen beantwortet werden können:

  • Unterscheidet sich das Nahrungsangebot auf Maßnahmenflächen von dem in der normalen Landschaft?
  • Suchen die Milane ihre Nahrung häufiger auf Maßnahmenflächen oder in der Umgebung?
  • Wie sieht das Nahrungsspektrum einzelner Rotmilane aus und reicht die Nahrung, um die Jungen satt zu kriegen?

 

In der aktuellen Ausgabe von DER FALKE sind die ersten Ergebnisse veröffentlicht:

Werden Sie Rotmilanpate

 

Die bisherigen Untersuchungen zur Nahrungsverfügbarkeit deuten darauf hin, dass
  • Vögel als potenzielle Rotmilanbeute auf den Maßnahmenflächen häufiger vorkamen als in der umgebenden Landscha­ft
  • Kleinsäuger auf Maßnahmen- und Kontrollflächen gleichermaßen häufig vorkamen
  • Rotmilane Flächen besonders während der Mahd nutzten, um dort die während der Bearbeitung getöteten Kleinsäuger aufzusammeln
  • Der Zeitpunkt der Mahd für die Nahrungsversorgung der Rotmilane von entscheidender Bedeutung ist

 

Die bisherigen Untersuchungen zur Habitatnutzung deuten darauf hin, dass
  • Kleinsäuger vor allem im Grünland, Vögel, Aas und Fleischreste vor allem in Siedlungen erbeutet wurden
  • Männchen und Weibchen eine kleinere Fläche nutzten, wenn dort ein höherer Anteil von Dörfern oder Grünland vorhanden war
  • Die besenderten Milane eine hohe und über die Jahre konstant bleibende Territorialität zeigten
  • Sowohl weibliche als auch männliche Rotmilane zur Nahrungssuche vor allem Grünland und Siedlungen nutzten, wobei mehr Männchen in die Siedlungen flogen als Weibchen

Save the date! Rotmilan-Fachtagung 18. / 19. September 2017

Vom 18. bis 19. September 2017 veranstaltet das Projekt Rotmilan – Land zum Leben eine Fachtagung und lädt alle Rotmilan-Interessierten sehr herzlich ein! Tagungsort ist das Hotel Kaiserin Augusta in Weimar.

Inhaltliche Themen sind die naturschutzfachliche Beratung und Umsetzung praktischer Maßnahmen zum Schutz des Rotmilans sowie erste Monitoringergebnisse hinsichtlich deren Wirksamkeit. Neben fachlichen Vorträgen wird es am zweiten Tag eine kleine Exkursion ins Projektgebiet im Weimarer Land geben.

Eine Einladung mit dem genauem Programm sowie Informationen zur Anmeldung wird in den nächsten Wochen folgen und hier bekannt gegeben.

Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnehmer und eine interessante Tagung!

 

 

 

Rotmilan vor Windkraftanlage segelnd - © Christian Gelpke

Rotmilan TV Tip: Kielings wilde Welt – Die Letzten ihrer Art

Der bekannte  Tierfilmer Andreas Kieling begleitete die Vogelforscher Marion Gschweng und Peter Berthold bei der Besenderung von Rotmilanen. Über 50 Prozent der Weltpopulation leben in Deutschland, doch deutlich wird: die Greife benötigen weitaus mehr Platz, als die Betreiber von Windkraftanlagen ihnen zugestehen wollen. Die aktuellen Forschungsergebnisse über die Flugrouten der „Roten Drachen“ bestätigen dies. Das Dilemma des Rotmilans: Artenschutz steht in direktem Konflikt mit Umwelt- und Klimaschutz.

Die komplette Sendung „Kielings wilde Welt – Die Letzten ihrer Art“ ist noch für längere Zeit in der ZDF-Mediathek verfügbar. Der Beitrag zum Rotmilan startet ab Minute 34. Hier der Link, viel Spaß beim Schauen:  Terra X – „Kielings wilde Welt – Die Letzten ihrer Art“

Milane mit Flügelmarken gesucht!

Flügelmarkierungen stellen heute eine wertvolle Methode dar, um Informationen zum Aufenthalt von Vögeln im Jahresverlauf zu gewinnen. Seit einigen Jahren werden in Deutschland Rot- und Schwarzmilane mit Flügelmarken markiert, die spannende Erkenntnisse vom Aufenthalt im Winter über die Rückkehr in die Brutgebiete bis zu Ansiedlungen in neue Gebieten erbracht haben. Voraussetzung für solche Ergebnisse sind möglichst zahlreiche Ablesungen und Meldungen gesichteter Vögel im Jahresverlauf. So wurden Ablesungen beringter Überwinterer beispielsweise bislang nur aus Spanien gemeldet.

Der Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) und der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL) rufen dazu auf, gesichtete Rot- und Schwarzmilane mit Flügelmarken zu melden. Gewünscht ist die vollständige Ablesung und Meldung der Flügelmarke sowie die Bezeichnung des Beobachtungsortes. Letzterer kann gerne mit geographischen Koordinaten angegeben werden, doch auch Angaben mit räumlichem Bezug (z.B. Pappelreihe westlich Cochstedt) sind ansonsten hilfreich.

Bitte melden Sie Ihre Beobachtungen direkt an den jeweiligen Beringer. Vergleichen Sie dazu die abgelesene Flügelmarke mit der Übersicht der Verwendung von Flügelmarken an Rot- und Schwarzmilanen in Deutschland und ermitteln Sie so das Projekt, in dem der Vogel markiert wurde. Nachfolgend die Kontaktdaten der Ornithologen, die aktuell Rotmilane mit Flügelmarken markieren, sortiert nach den in der Übersicht genannten Regionen:


 
Region 1: Thomas Pfeiffer (thpfeiffer@gmx.net)

Region 2: Prof. Dr. Michael Stubbe (stubbe@zoologie.uni-halle.de)

Region 3: Christian Gelpke (panamagelpke@yahoo.de)

Region 4: Prof. Dr. Oliver Krüger (oliver.krueger@uni-bielefeld.de)

Region 5: Marika Schuchardt (m.schuchardt@lse-sternberg.de)

Region 6: Dr. Winfried Nachtigall (winfried.nachtigall@vogelschutzwarte-neschwitz.de)

Region 7: Robert Schönbrodt (grschoenbrodt@googlemail.com)

Greifvogelverfolgung mit EDGAR bekämpfen

Wir haben bereits mehrmals auf Horstzerstörungen von Rotmilanen aufmerksam gemacht. Andere Greifvögel werden ebenfalls immer wieder Opfer illegaler Verfolgung. Das Projekt EDGAR – Erfassungs- und Dokumentationsstelle Greifvogelverfolgung und Artenschutzkriminalität – wird vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesumweltministeriums unterstützt. Mitarbeiter des Komitee gegen den Vogelmord dokumentieren alle bekannt gewordenen Fälle illegaler Greifvogelverfolgung in Deutschland, erstatten Strafanzeigen, beraten Finder, Zeugen und Behörden, bieten Vorträge an und recherchieren vor Ort.

Auf der Internetseite wird das Projekt vorgestellt und über den gesamten Themenkomplex informiert. Sie finden eine Übersicht über die gängigen Methoden illegaler Greifvogelverfolgung, Tipps, wie Greifvogelverfolgung zu erkennen ist und wie Geflügehalter und Taubenzüchter ihre Tiere vor Greifvögeln schützen können. Darüber hinaus  werden alle einschlägigen Gesetze zum Thema vorgestellt und Veröffentlichungen zum Download angeboten.

Ein zentraler Baustein dieser Seite ist das Meldeformular, mit dem Sie Ihnen bekannt gewordene Fälle von Greifvogelverfolgung melden können. Die Experten stehen bereit, um Sie zu beraten, bei der Erstattung von Strafanzeigen zu helfen und – wenn gewünscht oder nötig – vor Ort zu recherchieren.

 

Foto: Kommittee gegen den Vogelmord e.V.

Infoabend für Landwirte in Gieboldehausen

Agrarumweltmaßnahmen auf dem Acker: Rotmilan, Blühstreifen & Stoppelbrache (neu!)

Mit Blick auf die diesjährige Antragsphase für Agrarumweltmaßnahmen (AUM) bis Mitte Mai lädt der Landschaftspflegeverband Landkreis Göttingen e.V. Sie herzlich zu einem Informationsabend ein
 

am Donnerstag, den 30. März 2017 ab 19:30 Uhr
im Hof-Café am Pfarrhaus, Mittelstraße 3 in 37434 Gieboldehausen

 
Im Vordergrund stehen die bereits bekannten freiwilligen Maßnahmen für den Rotmilan (mehrjähriger Ackerfutterbau) und Blühstreifen (auch in Kombination mit Greening).
Zusätzlich wird die neue Maßnahme „Stoppelbrache für Tierarten der Agrarlandschaft“ (BS10) vorgestellt! Neben Antragsmodalitäten und spezifischen Bewirtschaftungsbedingungen werden die naturschutzfachlichen Hintergründe erläutert sowie konkrete Tipps zur praktischen Umsetzung geben. Um die bereits zahlreichen in der Region gesammelten Erfahrungswerte austauschen zu können, sind vor allem auch die Landwirte willkommen, die bereits an Maßnahmen teilnehmen!

 

Rotmilane kehren ins Bergische Land zurück

Kölnische Rundschau: Oberberg / Wipperfürth, 24.03.2017.

Pünktlich zum Frühlingsbeginn sind die meisten Rotmilane aus ihren Winterquartieren in Spanien und Südfrankreich zurückgekehrt, um bei uns in die Brutsaison zu starten. Auch im Bergischen Land haben unsere Projektpartner Florian Schöllnhammer und Frank Herhaus bereits alte Bekannte gesehen und bitten um die Meldung von Rotmilansichtungen in der Region. 

Im Rahmen des Projekts Rotmilan – Land zum Leben erfassen sie den Bestand und kontrollieren den Bruterfolg in Wipperfürth, Lindlar und Kürten. Man vermutet, dass an Wupper, Sülz und Lennefe weit mehr Rotmilane leben als bislang geschätzt. Das Bergische Land biete dem Rotmilan einen hervorragenden Lebensraum: Kleine Wäldchen, viele offene Weiden und wenig Verkehr sind ideale Brut- und Jagdgebiete.

Kontakt:
Hinweise auf Nistplätze und Vorkommen von Rotmilanen in der Region nimmt Florian Schöllnhammer von der Biologischen Station Oberberg unter der Telefonnummer 0151-70417589 entgegen.

 

Volles Haus beim Tag des Rotmilans in der Auwaldstation Leipzig

Der Saal war brechend voll, als Land zum Leben-Projektmitarbeiter Peter Solluntsch  den Rotmilan und all seine Besonderheiten in einem ca. 45-minütigen Vortrag präsentierte. Danach gab es den preisgekrönten Film „Im Jahr des Rotmilans“ zu bewundern. Der Thementag der Auwaldstation, der von unserer Wanderausstellung begleitet wurde, war ein voller Erfolg, worüber wir uns sehr freuen. Den Abschlus bildetet eine Exkursion in Freie, Ferngläser zur Leihe lagen bereit.

 

Der „Rote Drache“ in der Auwaldstation Leipzig: Infotag rund um den Rotmilan

Am Sonntag, den 12. März ab 14 Uhr steigt in der Auwaldstation Leipzig der „Rote Drache“ auf: Ein Infotag rund um den Rotmilan.
Folgende Highlights erwarten die Besucher: Führung durch die Rotmilan-Ausstellung, Bastelangebot für Kinder, Vortrag und Filmvorführung unseres Projektmitarbeiters und Rotmilan-Experten Peter Solluntsch vom Landschaftspflegeverband Nordwestsachsen und eine anschließende Exkursion.

Der Ort:
Auwaldstation Leipzig
Schlossweg 11
04159 Leipzig
www.auwaldstation.de

Viel Spaß beim Entdecken des „Roten Drachen“

Rotmilane bei der Rast © Christian Gelpke

Rotmilanvortrag von Thomas Pfeiffer am 22.2.17 in Bürgel (Thüringen)

Bürgel/Weimar. Auf Einladung des Vereins der Vogelzüchter und -liebhaber Bürgel referiert unser Projektmitarbeiter Thomas Pfeiffer aus Weimar heute Abend um 19 Uhr im Rathaussaal Bürgel über den Rotmilan.

Es geht um die Raumnutzung von Rotmilanen in Thüringen. Anhand GPS-telemetrischer Untersuchungen kann herausgefunden werden, in welchen Gebieten die besenderten Rotmilane unterwegs sind. Etwa 90 Minuten wird Pfeiffer über seine Forschungsergebnisse sprechen. Danach ist Zeit, um Fragen zu stellen, sich zu unterhalten und auszutauschen.

Lesen Sie hier hier ein kleines Interview mit Thomas Pfeiffer in der Ostthüringer Zeitung.

Land zum Leben im Jahresbericht 2016 „Zur biologischen Vielfalt – Jagd und Artenschutz“

Das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume in Schleswig-Holstein veröffentlicht seit 20 Jahren Themen aus den Bereichen Jagd und Artenschutz in seinem jährlichen Bericht „Zur biologischen Vielfalt – Jagd und Artenschutz“.

Im Jahresbericht 2016 wird das Projekt Rotmilan – Land zum Leben ausführlich erwähnt, insbesondere die Ergebnisse aus der Praxisregion aus Schleswig-Holstein. In den Kreisen Herzogtum, Lauenburg, Stormarn und Segeberg werden Flächeneigentümer von Christoph Gasse zu einer Landbewirtschaftung beraten, die dem Rotmilan bessere Nahrungsbedingungen schafft.

Die von der Kurt und Erika Schrobach-Stiftung und der Artenagentur des Deutschen Verbandes für Landschaftspflege (DVL) entwickelte Kleegrasbewirtschaftung wurde von Landwirten auch im vergangenen Jahr wieder nachgefragt. Neben der Kleegrasmischung wird auch zu Agrarumweltmaßnahmen des Landes beraten. Der Rotmilan profitiert besonders von den Maßnahmen „Kleinteiligkeit im Ackerbau“ und der „Milanvariante“ der Agrarumweltmaßnahme „Ackerlebensräume“ – beide wurden in 2016 häufig umgesetzt.

Für 13 weitere Flächen konnten seit Mitte 2015 wieder Verträge abgeschlossen werden, 43 Vertragsflächen sind es insgesamt seit Projektbeginn. Der Großteil dieser Flächen gehört zu ökologisch wirtschaftenden Betrieben, der Flächenanteil konventionell wirtschaftender Betriebe hat im Projektverlauf jedoch zugenommen.

Die Ornithologische Arbeitsgemeinschaft für Schleswig-Holstein und Hamburg ist für die Brutbestandserfassung und der Bruterfolgskontrolle auf einer Untersuchungsfläche innerhalb des Projektgebietes zuständig. Bis Ende April wurden im letzten Jahr Waldgebiete und Feldgehölze auf mögliche Neststandorte hin abgesucht und bereits Mitte März nestbauende Rotmilane entdeckt. Eine regelmäßige Kontrolle des Untersuchungsgebietes ist nötig, damit alle anwesenden Brutpaare sicher identifiziert werden können. Als Brutbäume wurden Laubbäume, insbesondere Eichen und Buchen bevorzugt. Der Bruterfolg wurde jeweils Mitte Juni durch Erklettern der Nestbäume kontrolliert. Der Baumbesteiger Thomas Grünkorn zählte bei den erfolgreichen Bruten die Anzahl der geschlüpften Küken und eventuell verbliebene Eier.

Die Ergebnisse zu Brutbestand und Bruterfolg fließen in die bundesweite Bewertung ein, für die der Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) im Projekt zuständig ist. Die derzeitige Bestandszahl von Rotmilanen in Schleswig-Holstein liegt bei 130 Brutpaaren.