Störungen am Nest

Störungen der brütenden oder fütternden Altvögel können dazu führen, dass sie ihr Gelege verlassen und die Eier auskühlen oder durch Nesträuber gefressen werden. Daher sollten Freizeitaktivitäten und Waldarbeiten in der Nähe des Horstes unterbleiben. © Robin Jähne

Wie alle Vögel bevorzugen auch Rotmilane, in Ruhe ihre Jungen aufzuziehen. Kommt es zu übermäßigen Störungen, verlassen die Tiere zu oft ihren Horst. Dadurch kühlen die Eier oder Jungvögel aus oder fallen unbewacht Nesträubern zum Opfer.

Solche Beeinträchtigungen der Brut können durch zunehmende Forstarbeiten in sensiblen Bereichen rund um das Nest auftreten. Durch die gestiegenen Energiepreise steigt auch die Nachfrage und der Einschlag von Holz in diesen Gebieten. Wenn tagelang Bäume gefällt, entastet und gestapelt werden, verlassen die Rotmilane häufig ihr Nest. Eine zusätzliche Belastung sind Spaziergänger, Jogger oder Radfahrer.

Um zu verhindern, dass es bei waldbaulichen Maßnahmen versehentlich zur Fällung von Horstbäumen kommt, werden diese Bäume idealerweise von Förstern und Waldarbeitern gekennzeichnet. Nicht nur die Tiere selbst sind gesetzlich geschützt, sondern auch die Brutstätten – Nester dürfen nicht zerstört werden.

Wie genau das Projekt Land zum Leben die Nester von Rotmilanen schützt, was man dabei beachten sollte und warum normale Forst- und Landwirtschaft trotzdem möglich ist, erfahren Sie in unserem Ratgeber Nestschutz.

Ein typisches Rotmilannest in einer Kiefer © Sebastian Sieland

Grosses Rotmilan Nest auf Kiefer © Sebastian Sieland