Prädation

Sind Gelege oder Jungvögel unbewacht, können Freßfeinde wie Krähen, Habicht, Waschbär oder Baummarder dem Rotmilan-Nachwuchs gefährlich werden. © Christian Gelpke

Spannende Forschung am Rotmilanhorst

Unter Prädation versteht man das Töten und Fressen von Tieren durch andere Tiere. Der Rotmilan ist selbst ein Raubvogel, doch werden seine Jungtiere oder Eier auch Beute anderer Tiere.

Die Prädation von Rotmilan-Nachwuchs durch Habicht, Uhu und Baummarder zählt zu den natürlichen Verlustursachen, die auftreten, wenn das Nest unbewacht ist, zum Beispiel während der Nahrungssuche der Elterntiere. Auch der Waschbär kann Rotmilan-Nester ausrauben.

Normalerweise stellen solche Brutverluste keine Gefährdung der gesamten Art dar, wenn sie sich in einem guten Erhaltungszustand befindet. Verlieren die Elterntiere die Eier, können sie noch im selben Jahr ein so genanntes Nachgelege produzieren, um den Verlust auszugleichen.

Im Rahmen des Rotmilanprojektes der Ernst-August-Universität Göttingen werden seit 2009 eine Reihe von Nestern mit Kameras ausgestattet, um Aufschlüsse über Nahrungszusammensetzung und Bruterfolg zu gewinnen.  Auch Prädationsverhalten wird durch die Kameraaufnahmen sichtbar. Mehr dazu und die Zusammenarbeit mit Land zum Leben finden Sie hier.

Das unten stehende Video aus diesem Projekt zeigt die Prädation eines Habichts am Nest zweier Rotmilan-Jungvögel im Abstand von zwei Tagen.