Zwei Jungvögel im Nest © Christian Gelpke

1. Land zum Leben-Expertentagung in Weimar

Hamburg/Weimar, 8.12.16. Rotmilane brauchen mehr Unterstützung – das ist die Botschaft einer Tagung von rund 40 Greifvogelexperten und Artenschützern, die gestern in Weimar stattgefunden hat. Der Deutsche Verband für Landschaftspflege e.V. (DVL) hatte im Rahmen des Projektes Rotmilan – Land zum Leben in die Kulturstadt geladen. Vertreter aus verschiedenen Rotmilan-Projekten in Deutschland stellten ihre Arbeit vor. Besonders in Deutschland sind die Vogelschützer gefordert, denn mehr als die Hälfte aller Rotmilane brütet hier. Doch der Bestand nimmt ab und die Experten sind sich einig: Der Hauptgrund für den Rückgang des Greifvogels liegt im Wandel der Agrarlandschaften. Allein Getreide und Raps machen jährlich zwei Drittel der Gesamt-Ackerfläche in Deutschland aus. Besonders zur Zeit der Jungenaufzucht im Mai und Juni kann auf diesen Flächen keine Nahrung gefunden werden, da die Kulturen zu dicht stehen. Dies hat spürbar negative Folgen für den Nachwuchs der Art. Mit gezielten Maßnahmen aber lässt sich die Landschaft rotmilanfreundlicher gestalten.

Das Projekt Rotmilan – Land zum Leben setzt auf enge Zusammenarbeit mit den Landnutzern und berät sie in neun Regionen in sieben Bundesländern zur Umsetzung dieser Maßnahmen. Erste Erkenntnisse aus dem Projekt präsentierte Uwe Lerch vom DVL. Infolge der Beratung konnten die Störungen während der Brutzeit in den Waldgebieten deutlich reduziert und Fällungen von Nestbäumen vermieden werden. Auch in der Landwirtschaft trägt die Kooperation zunehmend Früchte. Lerch: „Die Bereitschaft zur Umsetzung von „rotmilanfreundlichen“ Agrarumweltmaßnahmen und Greening ist da, aber viele Maßnahmen sind noch verbesserungswürdig! Wesentliche Programmänderungen während einer laufenden Förderperiode wie die zeitweise Aussetzung der Förderung einzelner Maßnahmen oder die kurzfristige Kürzung von Geldleistungen unmittelbar vor Antragstellung zerstören das Vertrauen der Landnutzer und sind daher völlig unakzeptabel. Grundsätzlich müssen die Programme der Länder ausreichend finanziell ausgestattet und möglichst unbürokratisch gestaltet sein.“

Um die Bedürfnisse der Art zu erforschen und Schutzmaßnahmen zu überprüfen, setzen die Spezialisten auf modernste Technik: Sprichwörtlich federleichte GPS-Logger sammeln jahrelang Flugdaten der Vögel und lassen so erkennen, in welchen Kulturen besonders gut Beute gejagt werden kann. Thomas Pfeiffer aus Weimar konnte anhand der Daten nachweisen, dass Rotmilane immer wieder Grenzstrukturen wie Feldhecken, Feldwege und Ackerränder zur Nahrungssuche zielgerichtet absuchen. Auf deren Bedeutung wies auch Maik Sommerhage vom NABU Hessen hin. Jakob Katzenberger vom Dachverband Deutscher Avifaunisten ergänzt, dass Grünland von den Vögeln viel intensiver genutzt wird als Ackerkulturen, da sie aufgrund der dicht stehenden Kulturen kaum Nahrung finden. Dr. Eckard Gottschalk und seine Studenten von der Universität Göttingen untersuchen mithilfe von Nestkameras die Nahrungszusammensetzung und erforschen Einflüsse auf den Bruterfolg der Rotmilane. Sie nutzen ein breites Beutespektrum und profitieren daher von einer abwechslungsreichen Landschaft.
Dass die Jungvögel mit immer weniger Körpergewicht ins Leben starten, bestätigen auch die Daten von Thomas Pfeiffer. Seit 28 Jahren wiegt er Jungvögel bei der Beringung. „Der Nachwuchs ist in diesem Zeitraum um ca. 10 % leichter geworden und hat dadurch im ersten Lebensjahr geringere Überlebenschancen“, so Pfeiffer.

Uwe Lerch: „Aufgrund des kleinen Verbreitungsgebietes des Rotmilans kommen effiziente Schutzmaßnahmen in Deutschland direkt der gesamten Weltpopulation zugute“. Ein guter Grund, die Kooperation der Fachleute zu verstärken. Daher wollen sich die Experten von nun an jährlich treffen, um neueste Projekt- und Forschungsergebnisse auszutauschen.


Rotmilan-Wanderausstellung in der Wasserburg Kapellendorf

Kapellendorf – Letzte Woche wurde die Rotmilan-Wanderausstellung feierlich in der Wasserburg Kapellendorf eröffnet. Während sich die Rotmilane nun größtenteils im Winterquartier befinden, kann man in der größten Burg Thüringens Spannendes rund um Deutschlands heimlichen Wappenvogel erfahren. Die Rotmilan-Wanderausstellung ist mit vielen 3D-Objekten ausgestattet und vermittelt Wissen auf interaktive Art und Weise. Sie richtet sich an die naturinteressierte Bevölkerung und ist daher sowohl für Familien und Naturfreunde als auch für Fachleute gleichermaßen interessant.

Die Wasserburg Kapellendorf liegt mitten in der gleichnamigen Gemeinde, die sich wiederum im Zentrum des Städtedreiecks Jena – Weimar – Apolda befindet. Sie wird als als Museum und Veranstaltungsort genutzt. Die Rotmilan-Wanderausstellung kann noch bis Februar 2017 besucht werden. Der Eintritt ist frei und eine Voranmeldung für Gruppen ist nur gewünscht, wenn diese eine Führung durch die Ausstellung möchten.

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 10 Uhr bis 12 Uhr und 13 Uhr bis 17 Uhr

Wasserburg Kapellendorf
Am Burgplatz 1
99510 Kapellendorf
Tel.: 036425-22485
Fax: 036425-22485
Mail: wasserburg-kapellendorf@gmx.de

Ansprechpartnerin ist die Kuratorin und Schlossverwalterin Frau Marie Petermann.

Foto: Sascha Margon


Neue Brutbäume für den Rotmilan

Großneuhausen – Der Landschaftspflegeverband Mittelthüringen hat in Großneuhausen Pappeln, Eichen und Linden gepflanzt und damit langfristig bessere Brutbedingungen für Rotmilane geschaffen. Die Greifvögel bauen ihre Nester gern in Baumreihen, um von dort aus leichter in ihre Nahrungsgebiete zu gelangen.
Wie Bürgermeister Torsten Köther informiert, sind in der vergangenen Woche entlang der Lossa, an der Landstraße zwischen Klein- und Großneuhausen sowie am Bachaer Weg insgesamt 41 Bäume in die Erde gekommen. Annemarie Bauer vom Landschaftspflegeverband Mittelthüringen e.V. und Bürgermeister Torsten Köther beraten über weitere geeignete Standorte in Großneuhausen, denn die Gemeinde will 2017 noch mehr Bäume pflanzen.
Lesen Sie hier den gesamten Artikel.

 

Foto: Annett Kletzke

Thüringer Allgemeine: Blühstreifen für den Rotmilan

Die Agrargenossenschaft Rottdorf unterstützt den Rotmilan mit der Anlage von Blühstreifen und dient in unserem Projektgebiet Mittelthüringen als Vorzeigebetrieb. Zusammen mit Dietmar Pfeiffer, dem Geschäftsführer der Genossenschaft, haben Jana Apel und Annemarie Bauer vom Landschaftspflegeverband Mittelthüringen e.V. Infotafeln an den Feldern aufgestellt, die den Sinn der Blühstreifen erklären.
 
Die Thüringer Allgemeine berichtete in einem Artikel darüber:
 
 

Thüringer Allgemeine: Blühstreifen für den Rotmilan

Thüringer Allgemeine: Blühstreifen für den Rotmilan

In Oberberg werden Nistplätze des Rotmilans erfasst

Wipperfürth/Oberberg –

Kleine Wälder, viele Weiden, wenig Verkehr. Die Landschaft oberhalb von Wipperfürth ist ein ideales Jagdrevier für den Rotmilan. Florian Schöllnhammer ist seinerseits auf der Jagd nach dem seltenen Greifvogel: Mit dem Fernglas sucht er den Waldrand bei Finklenburg nach Nestern des Rotmilans ab, der auch als heimlicher Wappenvogel Deutschlands gilt. Denn: „Rund die Hälfte der europäischen Rotmilan-Population nistet in der Bundesrepublik“, erklärt Florian Schöllnhammer.
 
Waldbesitzer können helfen

Schöllnhammer ist Mitarbeiter der Biologischen Stationen Rhein-Berg und Oberberg, die an dem bundesweiten Projekt „Rotmilan, Land zum Leben“ teilnehmen. Mit dem Projekt soll der Lebensraum des vom Aussterben bedrohten Vogels erforscht werden. Die Mitarbeiter dokumentieren die Nester und die Bruterfolge. Ziel des Projekts ist es, mit den Ergebnissen den Rotmilan gezielt zu schützen.
 
Zum Originalbeitrag

© fotolia / Dalia & Giedrius

Land zum Leben veröffentlicht Praxisratgeber für die Landwirtschaft

Sorgenkind Rotmilan – Das Schutzprojekt Rotmilan-Land zum Leben veröffentlicht einen Praxisratgeber zur Beratung landwirtschaftlicher Betriebe. Sichtbar wird, dass einige Bundesländer den Rotmilan aktiv schützen, während andere dies unterlassen.
 
Seit den 1990er Jahren gehen die Rotmilan-Bestände dort zurück, wo sich die Ackernutzung intensiviert hat. Denn wenn Pflanzen dicht stehen, kann ein über dem Acker kreisender Greifvogel seine Nahrung, zum Beispiel Mäuse, nicht mehr sehen. Wird die Ackernutzung umgestellt, beispielsweise Luzerne angebaut und bewirtschaftet, kann der Rotmilan besser Nahrung finden und seine Jungvögel aufziehen. Auch mit der Anlage von Blühstreifen entsteht mehr Vielfalt auf dem Acker, die für den bedrohten Greifvogel wichtig ist.
 
Um die Nahrungsflächen für den Rotmilan zu optimieren, wird das Schutzprojekt Rotmilan-Land zum Leben im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert. Der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL), der Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) und die Deutsche Wildtier Stiftung arbeiten mit Praxispartnern zusammen, die die Landnutzenden vor Ort zu rotmilanfreundlicher Landwirtschaft beraten. Im Praxisratgeber Landwirtschaft listen sie nun für die einzelnen Bundesländer die Agrarumweltmaßnahmen zum Schutz des Rotmilans auf, die Artenschutz und praktische Landwirtschaft kombinieren.
 
Solche Maßnahmen bedeuten häufig Mehraufwand. Landwirtinnen und Landwirte werden sie daher nur dann umsetzen, wenn dieser Aufwand honoriert wird. Deshalb benennt der Ratgeber, welche Ausgleichszahlungen die Landnutzenden dafür in den einzelnen Bundesländern erhalten. Forstbewirtschafterinnen und –bewirtschafter erfahren darin, wie man brütende Rotmilane mit einfachen Mitteln am Nest schützt, denn es kommt auf jeden Jungvogel an.
 
Für die Gestaltung der Agrarumweltmaßnahmen sind die Bundesländer zuständig. Der Praxisratgeber zeigt deutlich, dass trotz der großen Verantwortung nicht alle Bundesländer geeignete Maßnahmen anbieten. Brandenburg beispielsweise ist mit seinen fast 1900 Brutpaaren eines der wichtigsten Länder für den Rotmilan. Trotzdem bietet es im Rahmen der Agrar-Umweltprogramme keine einzige Maßnahme für eine rotmilanfreundliche Bewirtschaftung auf Ackerland an.
 
Thüringen, Sachsen und Niedersachsen unterstützen den Rotmilan-Schutz seit vielen Jahren mit wirksamen Maßnahmen. Schleswig-Holstein hat sogar ein Schutzprogramm speziell für das Projekt „Rotmilan – Land zum Leben“ initiiert. So ein Engagement ist notwendig, um die Bestände des Rotmilans in Deutschland dauerhaft zu sichern. „Damit sich Landwirte für Maßnahmen zum Schutz der Artenvielfalt entscheiden und in diese investieren, brauchen sie die Sicherheit, dass die gewählten Agrarumweltmaßnahmen auch langfristig bestehen. Nur so kann das nötige Vertrauen der Landwirtschaft in den Naturschutz entstehen“, erklärt Bernd Blümlein, stellvertrender Geschäftsführer des Deutschen Verbands für Landschaftspflege. Der DVL, der DDA und die Deutsche Wildtier Stiftung setzen sich daher für einen Dialog mit den Bundesländern ein, damit wirksame und langfristig ausgerichtete Programme für den Schutz des Rotmilans entwickelt werden.
 
Der Praxisratgeber Landwirtschaft steht hier zum Download bereit.
 
 
 
(Foto: © fotolia / Dalia & Giedrius)

Abwechslungsreiche Landschaft © Christian Gelpke

Land zum Leben in Niedersachsen!

Die Agrarumweltmaßnahme AUM „BS6 – Mehrjährige Schonstreifen für den Rotmilan“ wird in Niedersachsen wieder angeboten. Stichtag für den Antrag für 2017 ist der 17. Mai. Für „Land zum Leben“- Projektmitarbeiterin Ute Grothey ist das Programm eine Erfolgsgeschichte. Sie ist Projektleiterin beim Landschaftspflegeverband Göttingen (LVP) und dort unter anderem zuständig für die Beratung der Landwirte. Der Landkreis Göttingen ist also nicht umsonst ein Schwerpunkt für das bei Landwirten beliebte Agrarumweltprogramm. Mehr dazu hier.

Göttinger Tageblatt über Infoabend des Landschaftspflegeverbandes zu Agrarumweltmaßnahmen

Anfang April informierte Ute Grothey vom Landschaftspflegeverband Göttingen rund 50 Landwirte über Agrarumweltmaßnahmen auf dem Acker. Dabei stellte sie Neuerungen, Antragsmodalitäten, Fördersätze und Blühstreifen-Varianten vor.

Durch Schon- und Blühflächen soll das Nahrungsangebot des Rotmilans verbessert werden, doch im vergangenen Jahr hatte es erhebliche Irritationen darüber gegeben, ob durch die Anlage mehrjähriger Blüh- und Schonflächen für den Rotmilan der Ackerstatus von Flächen verloren geht. Ein Drittel der Anträge für 700 Hektar Fläche seien wieder zurückgezogen worden, berichtete Grothey. Jetzt stelle eine aktuelle Auslegung der EU-Kommission sicher, dass Vertragsnaturschutzäcker kein Dauergrünland werden und den Status vor der Maßnahme behalten.

Laut Grothey gebe es bei den Landwirten im Landkreis Göttingen eine hohe Bereitschaft, sich an Schutzmaßnahmen für den Rotmilan zu beteiligen.

Lesen Sie hier den gesamten Artikel.

Artikel zum Thema Nestschutz auf forstpraxis.de

Das renommierte Informationsportal forstpraxis.de hat unsere Vorschläge zum Schutz von Rotmilan-Brutbäumen aufgenommen und in einem Artikel auf der Website sowie in der Zeitschrift AFZ-Der Wald veröffentlicht.

Hier geht es zum vollständigen Artikel.

Sichere Kinderstube für Deutschlands heimlichen Wappenvogel – Jetzt Ratgeber downloaden

Die Brutzeit beginnt- Wenig Einschränkungen der Forstwirtschaft

Deutschland ist Rotmilanland. Nirgendwo auf der Erde leben mehr Rotmilane als bei uns. Aus diesem Grund hat Deutschland für den Schutz der eleganten Greifvögel eine besonders hohe Verantwortung, denn der Bestand nimmt seit Anfang der 1990er Jahre stetig ab. Für den Erhalt der Art ist entscheidend, dass möglichst viele Brutpaare erfolgreich Jungvögel großziehen können. Und die Brutzeit beginnt dieser Tage!

Aus diesem Grund konzentriert sich das nationale Schutzprojekt Land zum Leben– gefördert mit Mitteln des Bundesumweltministeriums- besonders auch auf den Schutz brütender Rotmilane. Wie alle Vögel brüten auch Rotmilane am liebsten ungestört. Fast immer bauen sie ihre Nester am Rand von Wäldern und Gehölzen. Obwohl sie nicht übermäßig sensibel sind, gilt für Landnutzer sowie Försterinnen und Förster: Im Frühjahr bitte auf Greifvogelhorste achten, denn ein aufgegebenes Nest mit Jungvögeln ist für die bedrohten Tiere eine Katastrophe. Aus diesem Grund ist auch die Gesetzeslage eindeutig: es ist verboten, Rotmilane und andere Greifvögel während der Brutzeit zu stören oder Nester zu beschädigen oder zu entfernen (§ 44 Bundesnaturschutzgesetz).

Die gute Nachricht: Um als Förster oder Landwirt alles richtig zu machen, braucht es nicht viel. Eine Nestschutzzone in der Zeit von März bis Juli ist schnell und unkompliziert eingerichtet. Man muss nur wissen, wo die Vögel brüten. Der neue Ratgeber Nestschutz des Projektes Land zum Leben erklärt schnell und übersichtlich, wie es geht.

Den Ratgeber können Sie hier downloaden oder kostenlos bestellen: Einfach eine Email an info@rotmilan.org

Biologische Station nimmt an bundesweitem Projekt teil

Kölner Stadt-Anzeiger über die Arbeit der Biostation Rhein-Berg / Oberberg

Unsere Projektpartner von der Biologischen Station Rhein-Berg und Oberberg arbeiten eng mit den Waldbesitzern vor Ort zusammen, um diese für den Schutz des Rotmilans zu sensibilisieren. Die Region ist durch einen hohen Wald- und Grünlandanteil geprägt, daher kümmern sich Florian Schöllnhammer und Frank Herhaus schwerpunktmäßig um den Schutz der Bruthabitate. Während in vielen Gebieten Deutschlands die intensive landwirtschaftliche Nutzung Ursache für den Bestandsrückgang ist, haben die Rotmilane in Rhein-Berg und Oberberg eher mit Störungen während der Brutzeit zu kämpfen.

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Land zum Leben zeigt erste Erfolge – Artikel in der Fachzeitschrift „Der Falke“

Wir freuen uns, mit ersten Ergebnissen aus unserem Projekt in der aktuellen Ausgabe der renommierten Zeitschrift „Der Falke“ zu erscheinen. Seit 2013 untersucht der Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) gemeinsam mit anderen Wissenschaftlern das Nahrungsangebot und die Raumnutzung der Rotmilane in Deutschland.

Der Lebensraum dieser Greifvögel setzt sich aus einem abwechslungsreichen Mosaik aus Wald- und Offenlandschaft zusammen. Land- und Forstwirtschaft spielen bei der Erhaltung des Rotmilans daher Schlüsselrollen. In neun Projektgebieten wird getestet, wie Artenschutz und Landnutzung in Einklang gebracht werden kann. Wie steht es um den Schutz der eleganten Greifvogelart in Deutschland, von der wir mehr als die Hälfte der weltweiten Population beherbergen?

Erste Erfolge des Projekts werden nun in der Dezember-Ausgabe der Zeitschrift „Der Falke“ veröffentlicht. Den Artikel können Sie bereits vor Erscheinen der gedruckten Ausgabe hier herunterladen.

Wanderausstellung Land zum Leben im Naturparkzentrum Uhlenkolk

Im Naturparkzentrum Uhlenkolk ist seit dem 1. Oktober die Wanderausstellung zum bundesweiten Verbundprojekt „Rotmilan – Land zum Leben“ zu besichtigen. Diese Ausstellung bietet auf kleinstem Raum faszinierende Einblicke in das Leben des Rotmilans: der Betrachter fliegt mit dem Milan über die Felder, in denen sich die Beutetiere verstecken und erfährt, wie gefährlich es ist, ein Rotmilan zu sein.

Die beiden Biologen Stefan Wolff (Ornithologische Arbeitsgemeinschaft für Schleswig-Holstein und Hamburg) und Christoph Gasse (Kurt und Erika Schrobach-Stiftung) sind seit Beginn letzten Jahres in Schleswig-Holstein unterwegs im Einsatz für den Rotmilan. Das nördlichste Bundesland liegt an der nordwestlichen Verbreitungsgrenze dieses faszinierenden Greifvogels und ist eine von neun teilnehmenden Regionen des Verbund-Projektes.

Die Biologen berichten am Donnerstag, den 15. Oktober um 19:00 Uhr im Uhlenkolk, Waldhallenweg 11 in Mölln in einem Vortrag über das bundesweite Projekt, das im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert wird. Sie geben Auskunft über die Ergebnisse ihrer bisherigen Tätigkeiten zur Verbesserung der Lebensbedingungen für den Rotmilan. Beate Lezius von der Naturschutzstation Lauenburgische Landschaften lädt alle Interessierten zu dem Vortrag und zur Besichtigung der Ausstellung herzlich ein.

 

Vortrag im Wariner Naturparkzentrum von unseren Praxispartnern vor Ort

Marika Suchardt und Hans Diederichs vom Landschaftspflegeverband Sternberger Endmoränengebiet erzählten letzte Woche von ihrer Arbeit im Projekt Land zum Leben. Neben der Beratung der Landwirte untersuchen die beiden auf einer Fläche von rund 300 Quadratkilometern zwischen Warin und Below den Rotmilanbestand sowie Ursachen zur Gefährdung des Greifvogels. Eine erste Bilanz konnte bereits gezogen werden: 2015 flogen nur 8 Jungvögel aus gegenüber 14 im letzten Jahr.

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Mehr „Land zum Leben“

Rotmilan-Schutzprojekt geht in die zweite Runde und wird bis 2019 verlängert

Gute Nachrichten für Deutschlands heimlichen Wappenvogel! Das Verbundprojekt Land zum Leben zum Schutz des Rotmilans wird offiziell bis September 2019 verlängert. In acht Bundesländern werden landwirtschaftliche Betriebe weiterhin beraten, damit der in Not geratene Rotmilan bessere Lebensbedingungen in der modernen Agrarlandschaft findet. Mehr als die Hälfte aller Rotmilane weltweit brütet in Deutschland. Ihr Lebensraum ist die Agrarlandschaft, weswegen die Landwirtschaft beim Schutz dieser Art eine Schlüsselrolle spielt. Der elegante Greifvogel hat ein sehr kleines Verbreitungsgebiet und kommt nur in Europa vor. Seit den 1990er Jahren hat sein Bestand um ca. ein Drittel abgenommen.

„Für den Schutz und Erhalt des Rotmilans haben wir in Deutschland eine besondere Verantwortung. Ich freue mich darüber, dass die Rahmenbedingungen in den beteiligten Bundesländern für Maßnahmen in der Landwirtschaft nun gegeben sind, die den Bestand des Rotmilans sichern helfen. Damit kann die Projektlaufzeit verlängert werden“, sagt BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel.
Kern des Projektes ist die persönliche und individuelle Beratung von Betrieben durch Landschaftspflegeverbände und andere Expertinnen und Experten. Die Fachleute des Projektes beraten, wie Maßnahmen in der Landwirtschaft, die dem Rotmilan zugutekommen aussehen und angewandt werden können. Darüber hinaus werden Nestschutzzonen geschaffen und zukünftige Brutbäume gepflanzt.

So greifen Artenschutz und nachhaltige Landnutzung ineinander. Der Erfolg des Vorhabens ist von den landwirtschaftlichen Förderprogrammen der Länder abhängig, die die Umsetzung besonderer Maßnahmen für den Artenschutz in der Landwirtschaft honorieren.
„Im Zuge der weiteren Intensivierung der Landwirtschaft hat auch der Rotmilan Probleme, ausreichend Nachwuchs flügge zu bekommen, weil wichtige Flächen für die Nahrungssuche wie Grünland und Brachen fehlen. Ganze Landstriche bestehen heute oft nur noch aus dicht stehendem Getreide und Raps. Beutesuche Fehlanzeige! Darüber hinaus setzen ihnen Fressfeinde während der Brutzeit zu“, so Peer Cyriacks, Biologe der Deutschen Wildtier Stiftung. Der Deutsche Verband für Landschaftspflege, DVL, koordiniert das Gesamtprojekt. Der Dachverband Deutscher Avifaunisten, DDA, wertet die Maßnahmen wissenschaftlich aus und führt Begleituntersuchungen durch. Der breiten Öffentlichkeit wird der Rotmilan und das Artenschutzprojekt durch die Deutsche Wildtier Stiftung nahegebracht.

„Land zum Leben“ wird im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit bis September 2019 mit insgesamt etwa 5,5 Mio. € gefördert. Ein Ziel des Bundesprogramms ist es, den Rückgang der Biologischen Vielfalt aufzuhalten und das gesellschaftliche Bewusstsein für die Artenvielfalt zu stärken.

Mehr Infos finden Sie unter:

http://www.biologischevielfalt.de/bp_pj_rotmilan.html

Weserbergland Nachrichten: Wanderausstellung zum Rotmilan in der Adlerwarte Berlebeck

Die Arbeitsgruppe Rotmilanfreunde Lippe, die dem naturwissenschaftlich-historischen Verein für das Land Lippe angehört, hat die Wanderausstellung in die heimische Adlerwarte geholt, sie wurde jetzt von Landrat Friedel Heuwinkel eröffnet und ist noch bis Ende des Monats im lippischen Berlebeck zu sehen.

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Familie Rotmilan im Nest besucht

Unsere Land zum Leben-Spezialisten erklettern dieser Tage in einigen unserer Projektgebiete die Rotmilannester, um Jungvögel mit Ringen zu versehen. Später können diese Ringe aus der Ferne abgelesen werden und geben so Aufschlüsse über die Lebenshistorie unserer gefiederten Schützlinge. In Mecklenburg-Vorpommern bekommen die Vögel sogar Flügelmarken, die es erlauben, jeden Vogel individuell im Flug zu erkennen. Über die abenteuerlichen Arbeiten unserer Rotmilanexperten vom Landschaftspflegeverband Sternberg lesen Sie hier.

Erste Rotmilane im Nest besucht

Anzeiger für Sternberg-Brüel-Warin: Erste Rotmilane im Nest besucht

Im Sternberger Seenland wurden das erste Mal Rotmilanküken beringt. Ein Jungvogel, der groß genug war, erhielt zudem Flügelmarken. Anhand der Beringung lässt sich bei tot aufgefundenen Vögeln ihre Herkunft feststellen, mit der Flügelmarke sogar ihr weiterer Weg verfolgen.

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Rotmilan stirbt nach Stromschlag

Märkische Online Zeitung: Rotmilan stirbt nach Stromschlag

Nachdem ein toter Rotmilan unter einem Mittelspannungsmast auf einem Feld nahe Rohrbeck (Teltow-Fläming, bei Potsdam) entdeckt wurde, will der NABU Anzeige gegen den Betreiber dieses Strommasts erstatten.

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Manschette soll Waschbär stoppen

Anzeiger für Sternberg-Brüel-Warin: Manschette soll Waschbär stoppen

Der Landschaftspflegeverband Sternberger Endmoränengebiet hat Baummanschetten angebracht, um brütende Rotmilane zu schützen. Denn Waschbären gehen wie Marder flink an Baumstämmen hoch und räumen Horste leer.

 

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