Illegale Verfolgung

Vergiftete Köder sind nicht nur in anderen Ländern Europas ein Problem, auch in Deutschland kommt es leider immer wieder vor, dass Greifvögel mit vergifteten Ködern getötet werden. Auch ist der illegale Abschuss von Greifvögeln, gleich welcher Art ist, besonders in südlichen Ländern noch nicht völlig zum Erliegen gekommen. Ein konkreter Nachweis der Tat ist oft sehr schwierig und so führt eine Verfolgung nur selten zum Erfolg. © Christian Gelpke

Flugsihouette © Christian Gelpke

In Deutschland

Alle Greifvögel sind bei uns streng geschützt, jede Verfolgung oder (Zer)Störung ihrer Bruten ist durch Naturschutz- und Jagdrecht verboten. Trotzdem werden Greifvögel als Konkurrenten um Jagdbeute und angebliche Gefahr für Tauben und Geflügel immer wieder Opfer illegaler Nachstellungen mit Gift, Fallen oder Schrot. Ziel solcher Straftaten sind besonders Habicht und Mäusebussard, aber auch der Rotmilan ist als Aasfresser häufig das Opfer von Giftködern.

Als in einigen Bundesländern solche Taten gezielt erfasst wurden, zeigte sich das erschreckende Ausmaß der Greifvogelverfolgung. In NRW wurden daraufhin Ornithologen, Jäger und Umweltministerium aktiv. Ein konkreter Nachweis der Tat ist oft sehr schwierig, daher gibt es hier einen Ratgeber zum Umgang mit Greifvogelverfolgungen.

Mehr zu dem Thema erfahren Sie im Video „Zeugen gesucht: So werden Greifvögel illegal in Deutschland verfolgt“

Auf dem Zug und im Winter

Auf dem Zug werden Greifvögel noch immer in vielen Ländern regelmäßig geschossen. Unsere ziehenden Arten, darunter auch Rotmilan und Schreiadler, sind besonders im Mittelmeerraum in Gefahr. Obwohl sich Organisationen wie BirdLife und das Komitee gegen den Vogelmord auch in Ländern wie Italien, Malta und Zypern für den Vogelschutz einsetzen, ist kein schnelles Ende der illegalen Jagd in Sicht.